Sparkurs bei Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant streicht noch einmal 1000 Stellen

Redakteur: Alexander Stark

Nach einer Reihe von Veräußerungen in der jüngeren Vergangenheit, hat Clariant nun angekündigt 1000 weitere Stellen als Teil seiner Restrukturierungsmaßnahmen zu streichen.

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Als Teil seiner Restrukturierungsmaßnahmen plant Clariant den Abbau von ca. 1000 Stellen in Service- und regionalen Strukturen.
Als Teil seiner Restrukturierungsmaßnahmen plant Clariant den Abbau von ca. 1000 Stellen in Service- und regionalen Strukturen.
(Bild: Clariant)

Muttenz/Schweiz – Der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant setzt den Rotstift an: Durch die Neudimensionierung regionaler Organisationen und Serviceeinheiten will das Unternehmen nach unterschiedlichen Veräußerungen Kosten sparen und seine Komplexität reduzieren. Die Restrukturierung sieht den Abbau von ca. 1000 Stellen in Service- und regionalen Strukturen vor. Ungefähr ein Drittel des Abbaus soll sich durch den Stellentransfer im Zuge der Veräußerungen ergeben.

Für die Maßnahmen plant das Unternehmen im vierten Quartal 2020 eine Rückstellung in der Größenordnung von 70 Millionen Schweizer Franken (ca. 64,8 Millionen Euro) ein. Der zeitliche Rahmen für diese Maßnahmen soll sich über die Dauer von höchstens zwei Jahren erstrecken und soll Austritte von Beschäftigten aufgrund natürlicher Fluktuation beinhalten.

Bereits in der Vergangenheit angekündigte Sparmaßnahmen werden derzeit bereits umgesetzt. Dabei sollen bis Ende 2021 ca. 600 Stellen abgebaut werden und Kosteneinsparung von umgerechnet rund 46 Millionen Euro realisiert werden.

Mit der Veräußerung des Healthcare-Packaging-Geschäfts im Oktober 2019 und des Masterbatches-Geschäfts im Juli 2020 sowie der erwarteten Veräußerung von Pigments verfolgt Clariant eine Transformation in Richtung höherwertiger Spezialitäten. Der Fokus der Neuordnung liegt dabei auf dem Kerngeschäftsbereiche Care Chemicals, Catalysis und Natural Resources.

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