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Länderreport Niederlande

Chemieindustrie in den Niederlanden entwickelt sich positiv

| Autor / Redakteur: Beate Voell, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Chemieindustrie in den Niederlanden
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Chemieindustrie in den Niederlanden (Bild: wikimedia commons)

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Die Zukunftsaussichten für die chemische Industrie in den Niederlanden sind positiv. Die Produktion von Chemieerzeugnissen erhöhte sich im 1. Quartal 2012 wieder um drei Prozent und die Investitionsbereitschaft der Branche steigt. Detaillierte Informationen zur chemischen Industrie in den Niederlanden finden Sie in diesem Länderreport.

Bonn, Den Haag – Laut dem Centraal Planbureau (CPB) planen die Chemieunternehmen in den Niederlanden 2012 um 11% mehr zu investieren als im Vorjahr. Die niederländischen Chemieimporte gingen 2011 um 8% zurück. Aus Deutschland sind insbesondere Gerbstoffe und Farben sowie Kunststoffe gefragt.

Marktentwicklung/-bedarf

Die chemische Industrie in den Niederlanden ist auf Wachstumskurs. Der Branchenumsatz legte im 1. Quartal 2012 um 6% gegenüber der Vorjahresperiode zu. Hauptgründe für die positive Entwicklung sind laut dem Branchenverband VNCI die gestiegenen Verkaufspreise sowie eine höhere Produktion gegenüber den ersten drei Monaten 2011. Im Gesamtjahr 2011 erreichte der Umsatz der Chemieindustrie rund 58 Mrd. Euro (+14% gegenüber 2010).

Die niederländische Wirtschaft soll 2012 um 0,5% zurückgehen, nachdem sie 2011 um 1% gewachsen war. Für 2013 sind die Aussichten wieder leicht positiv: Das CPB prognostiziert einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,75%. Das Verbrauchervertrauen war nach einer leicht positiven Entwicklung 2010 (+0,3%) wieder zurückgegangen. Im Jahr 2011 fiel der private Konsums um -1% und CPB rechnet auch weiterhin mit einer Stagnation (2012: -1%; 2013: 0%). Die Erwartungen beim Verkauf von Konsumentenchemikalien sind daher verhalten.

Kosmetika und Körperpflegemittel

Der Markt für Kosmetika und Körperpflegemittel wuchs 2011 leicht um 0,7% und profitierte besonders von der erfolgreichen Einführung von Produktneuheiten. Der Fachverband Nederlandse Cosmetica Vereniging (NCV) ist aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation nur vorsichtig optimistisch, rechnet aber für 2012 wieder mit einem leichten Plus auf dem Kosmetikmarkt. Die Teilmärkte Seifen (+6%) und dekorative Kosmetik (+5%) nahmen 2011 am meisten zu, während Sonnen- (-9%) und Hautpflegeprodukte (-2%) unter anderem wetterbedingt Einbußen zu verzeichnen hatten. Die Branche wurde insgesamt mit einem starken Wettbewerbsdruck konfrontiert.

Auch die Sparte der Männerkosmetik nahm 2011 nur leicht zu (+1%) und konnte die Umsatzsteigerungen der letzten Jahre nicht erreichen. Mit einem Anteil von 19,8% an den gesamten Kosmetik- und Körperpflegeerzeugnissen sind die Pflegeprodukte für Männer inzwischen eine bedeutende Gruppe der Kosmetikbranche. Der NCI sieht hier noch weiteres Wachstumspotenzial. Die Ausgaben für Körperpflegeprodukte betrugen 2011 in den Niederlanden wie im Vorjahr etwa 2,4 Mrd. Euro (circa 159 Euro pro Kopf).

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