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Auszeichnung für emissionsarmen Antrieb Chemcar-Pokal des VDI geht an Studierende der TU Kaiserslautern

Redakteur: MA Alexander Stark

Zum 15. Mal haben die kreativen jungen Verfahrensingenieuren (kjVIs) der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) – Studierende aufgerufen, kleine Fahrzeuge zu bauen, die für Antrieb und Steuerung ausschließlich (bio-)chemische Reaktionen nutzen.

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Das Chemcar der „Salzigen TUK Cars“ präsentiert den ersten Einsatz einer Säure-Base Flussbatterie als Antriebsquelle in einem Fahrzeug und feiert zugleich die Premiere der Technischen Universität Kaiserslautern beim Chemcar-Wettbewerb.
Das Chemcar der „Salzigen TUK Cars“ präsentiert den ersten Einsatz einer Säure-Base Flussbatterie als Antriebsquelle in einem Fahrzeug und feiert zugleich die Premiere der Technischen Universität Kaiserslautern beim Chemcar-Wettbewerb.
(Bild: Martin Bubel / Chemcar-Team TU Kaiserslautern)

Düsseldorf – In einem spannenden Wettkampf sicherte sich das Team „Die Salzigen TUKCars“ von der TU Kaiserslautern den ersten Platz beim erstmals digitalen Chemcar-Wettbewerb des Jahrestreffens der Process Net-Fachgemeinschaften „Prozess-, Apparate- und Anlagentechnik“ (PAAT). Auf den Rängen zwei und drei lieferten sich die Teams der RWTH Aachen und der ITENAS University Bandung in Indonesien ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Herausforderung des Wettbewerbs war, ein Chemcar zu entwerfen und am Wettbewerbstag die ausgeloste Strecke von 9,5 Metern mit einem Zusatzgewicht von 10 % möglichst punktgenau zu erreichen. Die drei bestplatzierten Teams lagen hier eng beieinander. Denn bei der möglichst exakten Zielerreichung ist Präzision und Konstanz gefragt und alle drei Teams bekamen Sonderpunkte für die geringe Abweichung zwischen den beiden Läufen.

Digitales Netzwerk statt Präsenzveranstaltung

Angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus werden reihenweise Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Digitalen Plattformen, die diese Entwicklung kompensieren können, kann die Zukunft gehören. „Industrial Generation Network“ ist so eine Lösung für Professionals in der Industrie. Die Plattform ermöglicht eine umfassende Vernetzung sowie Produktpräsentation und thematischer Austausch mithilfe von Tools wie Terminvereinbarung und Videokonferenzen. Damit ersetzt die Plattform die aktuell stark eingeschränkte Face-to-Face-Kommunikation vor allem auf Messen.

Wie kann die Plattform mir helfen?

Überzeugen konnten die Kaiserslauterer mit ihrem innovativen und nachhaltigen Konzept des 30 kg schweren Chemtrucks. Das Team setzte aus den nicht-fossilen Ausgangsstoffen Salzsäure, Natronlauge und Natriumsulfat eine innovative Säure-Base-Flussbatterie für die Antriebsreaktion ein. Sie entwickelten damit einen emissionsfreien nachhaltigen Prozess mit einem guten energetischen Langzeitspeicher, der leicht mit erneuerbaren Energien zu kombinieren ist. Darüber hinaus beindruckte das Team TU Kaiserslautern die Experten der Firma Inburex mit einem ausgefeilten Sicherheitskonzept, das dieses Jahr besonders hoch bewertet wurde, weil die sichere Durchführung des Wettbewerbs in diesem Jahr in der Verantwortung der Sicherheitsbeauftragten der teilnehmenden Universitäten lag.

Auch wenn die traditionelle Siegesfeier, die 2019 noch im Dortmunder BVB-Stadion stattfand, ausfallen musste und das Preisgeld gerecht unter allen fünf Teams (RWTH Aachen, TU Dortmund, Itenas Indonesien, TU Kaiserslautern und Uni Magdeburg) aufgeteilt wurde, tat dies der Begeisterung der Teilnehmenden keinen Abbruch. Der nächste VDI-Chemcar-Wettbewerb soll im Rahmen des Europäischen Kongresses ECCE vom 19. bis 23. September 2021 in Berlin stattfinden.

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