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Elektrolyse-Anlage

CAC baut Membranelektrolyse für Akzo Nobel

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Chemieanlagenbau Chemnitz (CAC) baut eine neue Membranelektrolyse am Akzo Nobel Standort Ibbenbüren. Auftraggeber ist Neolyse Ibbenbüren – das Joint-Venture von Evonik und Akzo Nobel. Die neue Anlage ist Ersatz für die alte, nach dem Amalgamverfahren arbeitende.

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CAC-Geschäftsführer Jörg Engelmann freut sich über den Auftrag aus Ibbenbüren.
CAC-Geschäftsführer Jörg Engelmann freut sich über den Auftrag aus Ibbenbüren.
(Bild: CAC/Dirk Hanus Fotodesign)

Der Chemieanlagenbau Chemnitz (CAC) hat erneut einen Auftrag für eine Chloralkalielektrolyse an Land gezogen.

Im Auftrag von Neolyse Ibbenbüren, dem Joint-Venture von Evonik und Akzo Nobel: Neubau einer Membranelektrolyse für die Neolyse Ibbenbüren baut der Anlagenbauer als Generalauftragnehmer am Akzo Nobel Standort Ibbenbüren eine neue Membranelektrolyse.

„Unsere langjährigen Erfahrungen bei der Realisierung von Chloralkaliprojekten, unsere aktuellen Referenzen für Aufträge mit Kalilaugeproduktion sowie die erfolgreiche Realisierung der Basic Engineering Phase waren ausschlaggebend dafür, dass Evonik und Akzo Nobel uns mit der Anlagenrealisierung auf Basis eines EPCM-Vertrages beauftragt haben“, sagt Jörg Engelmann, Sprecher der Geschäftsführung bei CAC.

Lizenz von Asahi Kasei Chemicals

Lizenzgeber sei Asahi Kasei Chemicals, Japan, welche bereits für Aufträge u.a. in Russland und Österreich Technologiepartner für CAC war und für die Akzo Nobel Standorte in Delfzijl und Rotterdam gleichfalls für den Einsatz der Membrantechnologie verantwortlich zeichnet.

Der Planungsauftrag umfasse das Detail Engineering, die Einkaufsleistungen, das Baustellenmanagement sowie die Unterstützung während der Inbetriebnahme bis hin zur Leistungsfahrt der Anlage, berichtet das Unternehmen.

Die Membranelektrolyse in Ibbenbüren soll eine Jahreskapazität von 130 000 Tonnen Kalilauge sowie 82000 Tonnen Chlor haben. Nach Produktionsstart, der für das vierte Quartal 2017 vorgesehen ist, übernimmt Akzo Nobel die Vermarktung von Chlor und des bei der Elektrolyse anfallenden Wasserstoffs oder wird diese Produkte direkt am Standort Ibbenbüren weiterverarbeiten.

Evonik übernimmt die Kalilauge zur Vermarktung und zur Weiterverarbeitung am Evonik-Standort Lülsdorf. Evonik verarbeitet Kalilauge in Lülsdorf unter anderem zu Kaliumcarbonat

(Pottasche) weiter.

Die Umrüstung der bestehenden Anlage auf Quecksilberbasis zum energiesparenden Membranverfahren steigert die Wirtschaftlichkeit und die ökologische Nachhaltigkeit und sorgt für die Einhaltung der entsprechenden zukünftigen gesetzlichen Vorgaben.

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