Fischer-Tropsch-Synthese

Billigere Katalysatoren für die Fischer-Tropsch-Synthese

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Genauer gesagt: Von der Größe der Partikel hängt es ab, wie sich das Gemisch unterschiedlicher Substanzen, das bei der Fischer-Tropsch-Synthese herauskommt, zusammensetzt. So wurde in den Bayreuther Laboratorien beispielsweise mit hoher Präzision ermittelt, wie dick Schale und Kern sein müssen, damit in diesem Gemisch ein 20-prozentiger Anteil von Alkenen enthalten ist.

Flüssige Kohlenwasserstoffe – ein Speichermedium für Solar- und Windstrom?

Die Bayreuther Ingenieurwissenschaftler haben aber noch einen weiterreichenden Nutzen der neuen Katalysatoren im Blick. Bei der Gewinnung von Strom aus Sonnen- und Windenergie stellt sich das Problem, dass die erzeugten Strommengen den jeweiligen Bedarf bisweilen weit übertreffen; eine weitere Herausforderung ist es, den beispielsweise an der Meeresküste erzeugten Strom über Hunderte oder sogar Tausende von Kilometern zu den Verbrauchern zu transportieren.

Eine 2012 gegründete Helmholtz-Energie-Allianz, an der auch Prof. Jess mit dem Bayreuther Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik und dem ZET teilnimmt, widmet sich dieser doppelten Problematik. Die Forschungspartner untersuchen, ob es einen kostengünstigen Weg gibt, synthetisch hergestellte flüssige Kohlenwasserstoffe als Speicher für überschüssigen Solar- und Windstrom zu nutzen.

Ausgangspunkt des Projekts ist die Idee, diesen Strom zu verwenden, um durch Elektrolyse aus Wasser Sauerstoff und Wasserstoff zu erzeugen. Der Wasserstoff soll dann mit dem Treibhausgas Kohlendioxid, das beispielsweise bei Kohlekraftwerken anfällt und aus dem Rauchgas abgetrennt werden kann, so zusammengeführt werden, dass ein hochreines Synthesegas entsteht. Dieses Synthesegas bildet wiederum die Grundlage für die Herstellung flüssiger Kohlenwasserstoffe. Genau diesen Prozess können die neuen Katalysatoren unterstützen.

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