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Crop-Science-Fusion Bayer erfüllt Auflagen für Monsanto-Übernahme

| Redakteur: Alexander Stark

Nachdem Bayer am Donnerstag den Verkauf bestimmter Crop-Science-Geschäfte mit einem Umsatzvolumen von insgesamt rund 2,2 Milliarden Euro an BASF vollständig abgeschlossen hat, sind laut Bayer die Voraussetzungen für die Integration von Monsanto in den Konzern erfüllt.

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BASF hat den Erwerb des globalen Gemüsesaatgutgeschäfts von Bayer, das vor allem unter der Marke Nunhems geführt wird, abgeschlossen.
BASF hat den Erwerb des globalen Gemüsesaatgutgeschäfts von Bayer, das vor allem unter der Marke Nunhems geführt wird, abgeschlossen.
(Bild: BASF SE)

Leverkusen – BASF hat den Erwerb des globalen Gemüsesaatgutgeschäfts, das vor allem unter der Marke Nunhems geführt wird, nun abgeschlossen. Das erworbene Gemüsesaatgutgeschäft umfasst 24 Kulturen und rund 2.600 Sorten. Darüber hinaus beinhaltet es Forschungs- und Entwicklungs- sowie Züchtungsplattformen mit mehr als 100 Züchtungsprogrammen in über 15 Kulturen.

Mit diesem Schritt schließt BASF den Erwerb wesentlicher Geschäfte und Vermögenswerte ab, die im Jahr 2017 einen Gesamtumsatz von 2,2 Milliarden Euro erzielten und von Bayer im Zusammenhang mit deren Übernahme von Monsanto verkauft werden mussten. Der Kaufpreis beträgt insgesamt 7,6 Milliarden Euro in bar, vorbehaltlich bestimmter Anpassungen zum Abschluss der Transaktion.

Der deutsche Chemieriese ist bereits seit dem 7. Juni 2018 alleiniger Eigentümer der Monsanto Company. Das US-Justizministerium hatte allerdings zur Auflage gemacht, dass Bayer und Monsanto bis zum Abschluss des Verkaufs dieser Geschäfte, der nun komplett vollzogen ist, getrennte Unternehmen bleiben und als solche getrennt zu führen sind.

Bezüglich des Urteils vom 10. August 2018, bei dem Glyphosat für die Krebserkrankungen eines amerikanischen Schulhofgärtners verantwortlich gemacht wurde, wies der deutsche Konzern darauf hin, dass aufgrund der erwähnten Auflagen des US-Justizministeriums Bayer der Zugang zu detaillierten internen Informationen von Monsanto bisher verwehrt gewesen sei. Unter diesen Bedingungen sei es dem Unternehmen auch nicht erlaubt gewesen aktiv und detailliert Stellung zu nehmen. Mit der kompletten Integration will sich Bayer nun aktiv in die Verteidigung bei den Glyphosat-Verfahren und etwaigen anderen Rechtsstreitigkeiten, z. B. etwaigen Schadenersatzklagen bezüglich des Produkts Dicamba, einbringen.

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