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Technische Kunststoffe BASF schließt Übernahme des Polyamidgeschäfts von Solvay ab

Redakteur: MA Alexander Stark

BASF hat den Erwerb des Polyamidgeschäfts (PA 6.6) von Solvay am 31. Januar 2020 abgeschlossen. Die Transaktion erweitert die Polyamid-Kompetenzen des Konzers mit technischen Kunststoffen.

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BASF verbesserter mit der Übernahmen seinen Zugang zu Wachstumsmärkten in Asien sowie Nord- und Südamerika.
BASF verbesserter mit der Übernahmen seinen Zugang zu Wachstumsmärkten in Asien sowie Nord- und Südamerika.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – BASF hat das Polyamidgeschäft von Solvay für einen Kaufpreis von 1,3 Milliarden Euro übernommen. Der deutsche Konzern baut damit sein Portfolio für technische Kunststofflösungen weiter aus, die z.B. für das autonome Fahren und die Elektromobilität benötigt werden. Außerdem soll die Transaktion den Zugang des Unternehmens zu Wachstumsmärkten in Asien sowie Nord- und Südamerika verbessern. Durch die Rückwärtsintegration bei dem wichtigen Rohstoff Adiponitril (ADN) ist BASF nun entlang der gesamten Polyamid-6.6-Wertschöpfungskette vertreten. Das Geschäft wird in die Unternehmensbereiche Performance Materials und Monomers integriert.

Die Transaktion umfasst acht Produktionsstätten in Deutschland, Frankreich, China, Indien, Südkorea, Brasilien und Mexiko sowie Forschungs- und Entwicklungszentren und technische Beratungszentren in Asien, Nord- und Südamerika. Darüber hinaus umfasst sie Beteiligungen an zwei Joint Ventures (JV) in Frankreich: Den 50 %-Anteil von Solvay an dem Butachimie-JV mit Invista zur Produktion von ADN und Hexamethylendiamin (HMD) sowie eine Beteiligung von 51 % an dem neu gegründeten Alsachimie-JV zwischen BASF und Domo Chemicals zur Produktion von Adipinsäure.

Mit Abschluss der Transaktion treten rund 700 Mitarbeiter über. Das Alsachimie-JV zwischen BASF und Domo Chemicals in Frankreich beschäftigt etwa 650 Mitarbeiter, das Butachimie-JV zwischen BASF und Invista etwa 400 Mitarbeiter.

Im September 2017 hatte BASF eine Vereinbarung mit Solvay zum Erwerb des globalen Polyamidgeschäfts von Solvay unterzeichnet, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Die EU-Kommission genehmigte den Erwerb des Polyamidgeschäfts am 18. Januar 2019 unter Auflagen. Diese erforderten den Verkauf von Teilen des ursprünglichen Transaktionsumfangs an einen Dritten. Hierbei handelte es sich um Produktionsanlagen und Innovationskompetenzen von Solvay im Bereich der technischen Kunststoffe in Europa. Domo Chemicals, Leuna, wurde von der EU-Kommission als Käufer genehmigt. Die Transaktion zwischen Solvay und Domo Chemicals wurde ebenfalls am 31. Januar 2020 abgeschlossen.

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