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Sparmaßnahmen bei BASF BASF plant Einsparungen in Milliardenhöhe

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Chemieriese BASF korrigiert die eigenen Erwartungen nach unten. Mit einem neuen Sparprogramm soll ab Ende 2018 jährlich eine Milliarde Euro gespart werden, um so das Ergebnis zu steigern.

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BASF dämpft die Erwartungshaltung und korrigiert die eigenen Prognosen nach unten.
BASF dämpft die Erwartungshaltung und korrigiert die eigenen Prognosen nach unten.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen; Würzburg – Investitionen senken, passende Akquisitionen, nicht zur Strategie passende Geschäftsbereiche verkaufen und harte Einsparmaßnahmen, so lässt sich die Strategie der BASF in Kürze zusammenfassen. In den nächsten Jahren wollen die Ludwigshafener in „volatilen Zeiten“ diszipliniert wirtschaften und schneller wachsen als die globale Chemieproduktion.

„Wir sind mit unserer ‚We create chemistry‘-Strategie auf Kurs, trotz eines herausfordernden Umfelds. Unser Ziel ist es, zu wachsen und BASF noch profitabler zu machen“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF beim Investor Day 2015 in Ludwigshafen.

Die Sparmaßnahmen sollen alle Standorte und Geschäftszweige betreffen. Dabei gelte es, die Anlagen- und Rohstoffeffizienz weltweit zu steigern. Personalabbau sei ebenfalls nicht ausgeschlossen. Dabei sollen freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt werden.

Wachstum in der Chemieproduktion über globalem BIP erwartet

BASF erwartet, dass die Chemieproduktion bis zum Jahr 2020 weiterhin schneller wachsen wird als das globale BIP. Das wirtschaftliche Umfeld habe sich allerdings verändert, seit das Unternehmen 2011 die „We create chemistry“-Strategie eingeführt hat. „Wichtige Märkte sind nicht so schnell gewachsen wie angenommen. Der Ölpreis war schwer vorherzusagen und ist stark gefallen. Die Geopolitik hat zu einer höheren Volatilität beigetragen“, sagte Bock. Der Chemieriese hat daher seine Erwartungen für die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von 2015 bis 2020 leicht angepasst (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate; Annahmen von 2011 in Klammern):

  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 3,0 % (3,2 %)
  • Wachstum der Industrieproduktion: 3,5 % (3,7 %)
  • Wachstum der Chemieproduktion: 3,9 % (4,0 %)

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