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Energiespeicherung

BASF-Katalysator für die Umwandlung von CO2 und überschüssigem Strom zu Methanol

| Redakteur: Tobias Hüser

BASF und Bse Engineering haben eine Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet. Danach stellt der Chemiekonzern einen maßgeschneiderten Katalysator für ein neues Verfahren zur chemischen Energiespeicherung bereit. Das Verfahren von BSE Engineering wird die Umwandlung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energiequellen und CO2 aus Abgasen in den chemischen Energiespeicher Methanol in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen ermöglichen.

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BASF wird Bse Engineering mit für den neuen Prozess maßgeschneiderten Katalysatoren versorgen. (Symbolbild)
BASF wird Bse Engineering mit für den neuen Prozess maßgeschneiderten Katalysatoren versorgen. (Symbolbild)
(Bild: BASF)

Ludwigshafen, Leipzig – Das von Bse Engineering entwickelte Verfahren ermöglicht die nachhaltige Nutzung von Strom und CO2 in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen. Diese Anlagen werden dort errichtet, wo die beiden Komponenten anfallen: in der Nähe von Kraftwerken, die erneuerbare Energiequellen nutzen, sowie großindustriellen Anlagen, die CO2 erzeugen. Der überschüssige Strom wird dazu genutzt, durch diskontinuierliche Elektrolyse Wasserstoff herzustellen. In einem zweiten Schritt wird dann aus CO2 und Wasserstoff Methanol produziert. Dadurch wird sowohl überschüssiger Strom als auch CO2 aus Abgasen aufgewertet.

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In dem zweiten Schritt kommen die Katalysatoren von BASF für die Methanol-Synthese zum Einsatz. Sie wurden für diesen Prozess weiterentwickelt, um die besonders effiziente Produktion des Methanols zu ermöglichen. Methanol ist eine der wichtigsten Grundchemikalien, die in verschiedenen industriellen Anwendungen zum Einsatz kommt. So wird sie beispielsweise in verschiedenen Ländern Diesel oder Benzin hinzugefügt.

„Nach vier Jahren der Entwicklung des globalen Prozesskonzeptes sind wir nun bereit, in die Lizenzierungsphase dieses Prozesses einzutreten und mit dem Aufbau der ersten Anlagen in Kürze zu beginnen", sagt Christian Schweitzer, Geschäftsführer von Bse Engineering. „Die Umsetzung der Projekte wird mit den internationalen Branchenführern der jeweiligen Verfahrenskomponenten und Teilleistungen über ein zuverlässiges Konsortium sichergestellt. Dieses besteht aus Aker Solutions ASA, Sulzer Chemtech, Infraserv Knapsack und Bse Engineering."

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