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Investition in Wachstumsmarkt

BASF investiert 8,7 Milliarden Euro in neuen Verbund-Standort in Guangdong

| Redakteur: Alexander Stark

Der Vorstandsvorsitzende der BASF, Martin Brudermüller, und der stellvertretende Gouverneur der Provinz Guangdong, Lin Shaochun, haben eine detailliertere Rahmenvereinbarung für die Errichtung eines neuen Verbundstandorts im südchinesischen Guangdong unterzeichnet. Die Investitionssumme bis zum Abschluss des Projekts wird auf insgesamt bis zu 8,7 Milliarden Euro beziffert.

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Guangdong ist ein wachsender Markt für Chemie-Innovationen - der neue BASF-Standort soll Kunden in zahlreichen Industrien unterstützen.
Guangdong ist ein wachsender Markt für Chemie-Innovationen - der neue BASF-Standort soll Kunden in zahlreichen Industrien unterstützen.
(Bild: BASF SE)

Ludwigshafen; Guangdong/China – Bereits im Juli 2018 hatten beide Seiten das Vorhaben im Rahmen einer Absichtserklärung bekräftigt. Der Chemiekonzern hat in der Folge die in der Provinz gelegene Stadt Zhanjiang für ihren zweiten Verbundstandort in China ausgewählt. In der Chemie sehen die Provinzbehörden von Guangdong eine treibende Kraft für viele weiterverarbeitende Industrien; somit werde der neue integrierte BASF-Standort einen Beitrag zum industriellen Wandel in Guangdong leisten, so Brudermüller.

Die Rahmenvereinbarung sieht vor, dass grundlegende Konzepte der Kreislaufwirtschaft am neuen Verbundstandort Zhanjiang Anwendung finden, um Kunden in der Region mit nachhaltig hergestellten Produkten zu versorgen. Ein Verbundstandort arbeitet ressourcenschonend, indem Abfall- und Nebenprodukte als Rohstoffe genutzt werden, teilte das Unternehmen mit. Für den neuen Standort werde ein Smart-Manufacturing-Konzept auf Basis weltweit führender Technologien entwickelt, die die Ressourcen- und Energieeffizienz erhöhen und Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren sollen. Rund neun Quadratkilometer Fläche werden für das Projekt genutzt.

Die Stadt Zhanjiang liegt im Zentrum von Guangdongs Südwesten. Der neue Verbundstandort soll von Zhanjiangs natürlichen Ressourcen ebenso profitieren wie vom Tiefseehafen, von guten Verkehrsanbindungen und Arbeitskräften.

Die Investitionssumme bis zum Abschluss des – schrittweise umzusetzenden – Projekts wird auf insgesamt bis zu 8,7 Milliarden Euro geschätzt. Das Projekt umfasst einen vollständig im Besitz der BASF befindlichen Steamcracker mit einer geplanten Ethylen-Produktionskapazität von 1 Million Tonnen pro Jahr sowie verschiedene Anlagen für verbrauchernahe Produkte und Lösungen.

Weltweit betreibt BASF derzeit sechs Verbundstandorte: zwei in Europa (Ludwigshafen/Deutschland, Antwerpen/Belgien), zwei in Nordamerika (Freeport/Texas, Geismar/Louisiana) und zwei in Asien. Der im Jahr 2000 gegründete Verbundstandort in Nanjing/China ist ein 50:50-Joint Venture mit Sinopec, der 1997 gegründete in Kuantan/Malaysia ein 60:40-Joint-Venture mit Petronas.

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