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TDI (Toluoldiisocyanat)

BASF baut integrierte 300.000-Tonnen-TDI-Anlage in Ludwigshafen

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Wayne T. Smith, President des BASF-Unternehmensbereichs Polyurethanes: „Dieses Projekt positioniert uns aufgrund von Skalenvorteilen und der hocheffizienten Integration in unseren Verbund als günstigsten TDI-Produzenten in Europa.“ (Bild: BASF)
Wayne T. Smith, President des BASF-Unternehmensbereichs Polyurethanes: „Dieses Projekt positioniert uns aufgrund von Skalenvorteilen und der hocheffizienten Integration in unseren Verbund als günstigsten TDI-Produzenten in Europa.“ (Bild: BASF)

Ludwigshafen – Die BASF hat angekündigt, am Standort Ludwigshafen eine einsträngige Anlage zur Herstellung von TDI (Toluoldiisocyanat) mit einer Kapazität von 300.000 Tonnen pro Jahr zu bauen. Zusammen mit weiteren Vorhaben summiert sich die Gesamtinvestition in Ludwigshafen auf rund eine Milliarde Euro.

Ludwigshafen – Neben dem Bau der TDI-Anlage plant die BASF am Standort Ludwigshafen auch den Ausbau der Anlagen für TDI-Vorprodukte. Dieser umfasst den Bau einer neuen Chlorwasserstoff-Recyclinganlage und die Erweiterung der Anlagen für Salpetersäure, Chlor und Synthesegas. Weiterhin ist geplant, den Aromatenkomplex am Standort für die Bereitstellung von Toluol zu erweitern. Die Gesamtinvestition, einschließlich der erforderlichen Infrastruktur auf dem Ludwigshafener Werksgelände, wird rund eine Milliarde Euro betragen und etwa 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Produktion soll Ende 2014 ihren Betrieb aufnehmen.

Die TDI-Produktionsanlage der BASF Schwarzheide mit einer Jahreskapazität von 80.000 Tonnen soll abgestellt werden, sobald die neue Anlage in Ludwigshafen den Betrieb aufgenommen hat.

„Dieses Projekt positioniert uns aufgrund von Skalenvorteilen und der hocheffizienten Integration in unseren Verbund als günstigsten TDI-Produzenten in Europa“, sagte Wayne T. Smith, President des BASF-Unternehmensbereichs Polyurethanes. „Der Bau unserer neuen TDI-Anlage an unserem größten Verbundstandort in Ludwigshafen bietet uns die Vorteile exzellenter Produktionssynergien, der Integration von Rohstoffen und einer hervorragenden Logistik. Zusammen mit unseren bestehenden TDI-Anlagen in Asien und Nordamerika werden wir unsere Kunden in allen wichtigen Märkten optimal bedienen können“, ergänzte Smith.

„Wir entwickeln das Ludwigshafener Werk kontinuierlich weiter, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Zusätzlich zu solchen wichtigen Investitionen in die Produktion, treiben wir auch die Modernisierung und den zielgerichteten Ausbau der gesamten Infrastruktur voran“, sagte Dr. Bernhard Nick, Werksleiter des BASF-Verbundstandorts Ludwigshafen. „Die neue TDI-Anlage und die dazugehörigen Betriebe stärken die Wettbewerbsfähigkeit unseres größten Verbundstandorts.“ Die begleitenden Investitionen in die Vorprodukte und die Infrastruktur sorgen für zusätzliches Wachstum in weiteren BASF-Wertschöpfungsketten.

In Schwarzheide will die BASF ihre Werksstrukturen in den nächsten Jahren an zukünftige Bedürfnisse anpassen und sich stärker auf Spezialitäten konzentrieren. Mit der Investition wird die BASF über zwei starke Standorte für Polyurethan-Grundprodukte in Europa verfügen: Ludwigshafen für die Produktion von TDI und Antwerpen für die Produktion von MDI ( Diphenylmethandiisocyanat) und Propylenoxid.

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