Übersicht: Die größten Chemieparks Auf gute Nachbarschaft: Das sind Deutschlands größte Chemieparks

Von Dominik Stephan

Erfolgsmodell Chemiepark: Wo gibt es noch 2.000 ha freies Bauland, verkehrsgünstig gelegen und in guter Nachbarschaft? Na, im Chemiepark! Hier finden Weltkonzerne und Start-ups Tür-an-Tür beste Bedingungen – und das über 30 Mal in Deutschland.

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(Bild: ©MH - stock.adobe.com/Grafik: PROCESS)

Kunsthistorisch Interessierte kennen den französischen Park oder den englischen Landschaftsgarten – Ingenieure, Chemiker, Anlagenbauer und Laborexperten schwärmen für den deutschen Chemiepark. Das Konzept, an einem Standort Unternehmen aus verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette anzusiedeln, hilft Firmen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren und Supportprozesse auszulagern. Dazu kommen Dienstleister und Standortbetreiber, die Unternehmen mit Erfahrung und Branchenwissen unterstützen. Die Anbindung an Straße, Schiene und Pipelines sorgt für eine hervorragende Ver- und Entsorgung und ermöglicht es, die Synergien eines großen Industrieverbundes zu nutzen.

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Von der Waterkant zum Alpenrand: Das sind die 30 größten Chemieparks Deutschlands und ihre wichtigsten Produkte

Im November vergangenen Jahres überraschten Handelsblatt und FAZ die Branche mit der Nachricht, dass Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des Frankfurter Chemieparks, zum Verkauf stünde. Die bisherigen Eigner, die Chemieunternehmen Celanese, Clariant und Sanofi hoffen auf diese Weise, rund zwei bis zweieinhalb Milliarden Euro zu erlösen. Als Kaufinteressent wird die australische Beteiligungsgesellschaft Macquarie gehandelt, die mit der Übernahme von Currenta 2019 bereits einen deutschen Chemieparkbetreiber im Portfolio hat. Auch deutsche Unternehmen sind in Einkaufsstimmung: Bereits im August 2021 hatte zuvor Gelsenwasser den Pharma-Standorteigner Infrareal übernommen, der die Pharmapark in Marburg und Jena betreibt.

Die seit mehr als 25 Jahren aus konventionellen deutschen Chemiestandorten entstandenen 40 Chemieparks unserer Fachvereinigung mit über 1.000 Kundenunternehmen an den Standorten haben ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit fortlaufend optimiert und an die aktuellen nationalen und internationalen Erfordernisse angepasst.“

Thilo Höchst, Fachvereinigung Chemieparks/VCI

Sechs Jahre zuvor hatte Gelsenwasser 94  Prozent der Anteile der Betreibergesellschaft von Bitterfeld-Wolfen gekauft. Währenddessen hat sich auch der Marburger Energieversorger Getec mit Emmtec in Emmen, Niederlande, sowie Infrapark Baselland und Schweizerhalle (beide CH) ein Stück vom europäischen Chemiepark-Kuchen gesichert.

Hier schlägt das Herz der Branche - unsere Galerie stellt die zehn flächenmäßig größten Chemieparks und Verbundstandorte vor:

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