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Frauen in Führungspositionen Anteil von Frauen im Aufsichtsrat deutscher Chemieunternehmen 2015

Anfang März diesen Jahres verabschiedete der Bundestag ein Gesetz zur Frauenquote. Demnach müssen die Aufsichtsräte börsennotierter und mitbestimmungspflichtiger Unternehmen künftig zu 30 % von Frauen besetzt sein. PROCESS hat die Aufsichtsräte einiger deutscher Chemieunternehmen genauer unter die Lupe genommen.

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Die Anfang 2015 vom Bundestag verabschiedete 30 % Frauenquote in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen ist noch nicht überall umgesetzt.
Die Anfang 2015 vom Bundestag verabschiedete 30 % Frauenquote in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen ist noch nicht überall umgesetzt.
(Bild: © fotogestoeber - Fotolia)

Würzburg – Spitzenreiter bei der Frauenquote in den Aufsichtsräten deutscher Chemieunternehmen ist der Konsumgüterhersteller Henkel. Derzeit sind mit sieben von 16 Aufsichtsratmitgliedern fast die Hälfte Frauen (44 %). Auf den Plätzen 2 bis 4 folgen der Pharmakonzern Sanofi Deutschland (42 %), das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck (38 %) und das Biotechnologieunternehmen Biotest (33 %).

Bei diesen Unternehmen variiert die Größe des Aufsichtsrates zwar stark (Henkel und Merck mit je 16 Mitgliedern gegenüber Biotest mit lediglich 6 Mitgliedern), jedoch nehmen alle vier Konzerne die 30 % Hürde. (Die Bildergalerie zeigt die Zusammensetzung von Aufsichtsräten deutscher Chemie- und Pharmaunternehmen und stellt zudem das jeweilige Unternehmen und den Aufsichtsrat kurz vor.)

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Etwas anders sieht es da derzeit bei Unternehmen wie dem Chemiekonzern BASF, dem Konsumgüterhersteller Beierdorf, dem Erdöl- und Erdgasproduzenten Wintershall oder auch dem Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer aus. Diese liegen momentan mit einer Frauenquote von 25 % (BASF und Beiersdorf) sowie 22 % (Wintershall) knapp unter der geforderten 30 % Hürde. Das Chemieunternehmen mit der niedrigsten Frauenquote im Aufsichtsrat ist derzeit Bayer mit lediglich 20 % (vier von 20 Aufsichtsratmitgliedern sind momentan Frauen).

Insgesamt sind 108 börsennotierte Unternehmen von dem Gesetz betroffen. Ab 2016 müssen diese bei der Besetzung der Aufsichtsratsposten auf den 30 % Anteil von Frauen achten. Des Weiteren sollen Unternehmen, die entweder börsennotiert oder mitbestimmungspflichtig sind, verpflichtet werden, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und den oberen Management-Ebenen festzulegen. Von dieser Vorgabe sind laut Angabe von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesjustizminister Heiko Maas etwa 3.500 Unternehmen betroffen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Auflistung der Aufsichtsräte deutscher Chemieunternehmen im Einzelnen:

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Über den Autor

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Projektmanager Digital PROCESS/LABORPRAXIS