Purified Water Anlagen ohne Lager- und Verteilsystem mit Purified Water versorgen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Reinstwasser ist der wichtigste Rohstoff in der Arzneimittelproduktion, und die Herstellung ist richtig teuer. Umso wichtiger ist es, die Anlage nur so groß zu machen, wie sie tatsächlich sein muss. Mit dem richtigen Konzept können Sie bei der Erzeugung von Purified Water Platz und Geld sparen.

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Mithilfe der Einstellarmatur werden Durchflüsse und Drücke an der Rocedis justiert.
Mithilfe der Einstellarmatur werden Durchflüsse und Drücke an der Rocedis justiert.
(Bild: Hager+Elsässer)

Eine bedarfsgerecht dimensionierte Anlage zur Erzeugung von Purified Water trägt erheblich dazu bei, die Betriebs- und Investitionskosten zu optimieren. Die Purified-Water-Erzeugeranlage Rocedis.direct PW-TS speist das Purified Water direkt über einen internen Loop der WFI-Erzeugung und dem Reinstdampferzeuger zu. Das Gesamt-system inklusive des Loops ist mit heißem Wasser über 80 °C sanitisierbar.

„Mit diesem Konzept erhalten Hersteller von Arzneimitteln eine kompakte Lösung für die Erzeugung von Purified Water, die sich mit jeder gewünschten Leistung umsetzen lässt“, betont Jochen Schmidt-Nawrot die Vorteile der neuen Purified-Water-Erzeugeranlage.

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Hager + Elsässer positioniert sich u.a. als Gesamtanbieter für Pharmawasseranlagen. Key Account Manager Jochen Schmidt-Nawrot sieht die Stärken des Unternehmens im Portfolio und im Projektmanagement.

Sie haben gerade eine Turnkey-Anlage für ein Schweizer Pharmaunternehmen gebaut. Ist das der neue Trend bei Pharmawasseranlagen?

Schmidt-Nawrot: Der Trend zur Lieferung von Gesamtanlagen ist unübersehbar und wir beobachten das schon seit einigen Jahren. Pharmaunternehmen wollen von der Rohwasseraufbereitung über Verteilung und Lagerung bis hin zur WFI- und Reinstdampferzeugung alles aus einer Hand, und das schlüsselfertig, weil damit das finanzielle Risiko auf das Engineeeringunternehmen übergeht.

Technisch liegt das Wettbewerberfeld in dem Sie sich bewegen dicht bei einander. Wie differenzieren Sie sich?

Schmidt-Nawrot: Wir bündeln unsere technologischen Kernkompetenzen und sind immer dort stark, wo man spezifisches Wissen braucht, wie beispielsweise bei der Membrantechnik. Haben wir eine Technologie nicht im Portfolio, suchen wir uns einen Partner, der international gut aufgestellt oder technologischer Markführer ist. Unsere Kooperation Steris Finn-Aqua beispielsweise bündelt das Know-how von Hager + Elsässer im Bereich der Membrantechnik mit deren Kompetenz bei den thermischen Verfahren. Durch unsere breit aufgestellte Firmengruppe und ausgewählte Partnerschaften sind wir in der Lage, von der Planung über die Montage bis hin zur After-Sales-Betreuung, alles aus einer Hand anbieten zu können.

Der Key Account Manager von Hager + Elsässer hat interessierte Besucher während der Technopharm direkt an der fertigen Anlage über die Verfahrensstufung, die aus Enthärtung, Umkehrosmose, Membranentgasung und Elektrodeionisation besteht, informiert und erklärt, dass die Anlage durch diese Konstruktion die Abnahmestellen anschließend ohne Lagertank direkt über eine Ringleitung versorgen kann – eine effiziente Lösung: Durch die Reduktion auf das Wesentliche entfallen die Investitionskosten für Purified-Water-Lagertank, Pumpe, Sanitisierungseinichtungen und Instrumentierung. Darüber hinaus spart der Anwender dieses vereinfachten Systems neben Aufstellungsraum auch Betriebs- und Monitoringkosten.

Purified Water-Anlage problemlos erweiterbar

Gleichzeitig werden die hohen Anforderungen an die chemische und mikrobiologische Qualität von Pharmawasser erfüllt: „Durch die Kopplung von Umkehrosmose und Elektrodeionisation wird nicht nur die gewünschte Leitfähigkeit erreicht, sondern auch TOC, Keime und Pyrogene erheblich reduziert“, ergänzt Schmidt-Nawrot. In Verbindung mit der Heißwassersanitisierung soll die Prozesssicherheit zu jeder Zeit gewährleistet sein.

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