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Nachfrage steigt weiter

Akzo Nobel erhöht erneut Chlormethan-Kapazität in Frankfurt

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Chlormethan-Produktion von Akzo Nobel Speciality Chemicals in Frankfurt.
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Die Chlormethan-Produktion von Akzo Nobel Speciality Chemicals in Frankfurt. (Bild: Akzo Nobel Speciality Chemicals)

Akzo Nobel Specialty Chemicals hat mit der Design-Phase für eine zweite Kapazitätserweiterung der Produktionseinheit für Chlormethan an seinem Standort in Frankfurt begonnen. Das Projekt soll schrittweise im Laufe der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden und die Gesamtkapazität um bis zu 50% steigern.

Frankfurt am Main – Das Unternehmen hatte erst kürzlich die erste Erweiterung im Bereich Chlormethan abgeschlossen, durch die die Kapazität für die Herstellung von Methylchlorid, Chloroform und Kohlenstofftetrachlorid gesteigert wurde. Die neue Erweiterungsphase beginnt mit einer Kapazitätssteigerung für Methylchlorid, die in einem ersten Schritt im Jahr 2020 fertig gestellt werden soll. Weitere Investitionen sind ebenfalls vorgesehen, um die Versorgungssicherheit zu verbessern und die Herstellung von Chlor, einem der wesentlichen Rohstoffe für Chlormethan, zu erweitern.

Auch in seiner Produktionsanlage in Rotterdam plant Akzo Nobel weitere Investitionen: Dort soll bis 2021 eine zweite, unabhängige Fertigungslinie für Chlor und Natronlauge errichtet werden. Die in diesem Monat eingeführte „E-Flex“-Technologie setzt zudem eine Datenanalyse ein, um die Produktionsmenge von Chlor automatisch an die Stromversorgung anzupassen und damit Kosten zu optimieren. Flexibilität in der chemischen Produktion und der Stromerzeugung ermöglicht es den Energieversorgern, große Schwankungen in der Erzeugung erneuerbarer Energien, beispielsweise Windkraft, aufzufangen.

Chlormethane werden als Zwischenprodukte in der Produktion von Pharmazeutika, Agrochemikalien, Kühlmitteln, Silikonpolymeren und Fluoropolymeren verwendet. Sie sind wichtige Rohstoffe für die Bau- und Automobilindustrie, in der Wasseraufbereitung sowie für die Produktion von Küchenzubehör und elektronischen Geräten. „Wir sehen einen starken Anstieg der Nachfrage nach Chlormethan und Derivaten seitens unserer Kunden in Zukunftsmärkten, beispielsweise in Indien, für die Herstellung von Pharmazie- und Baustoffen“, so Werner Fuhrmann, CEO von Akzo Nobel Specialty Chemicals. Durch die Investition in zusätzliche Kapazität in Frankfurt sei das Unternehmen gut aufgestellt, einen Teil dieses Wachstums zu bedienen.

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