Suchen

Power-to-X-Projekt Zweite Roadmap des Kopernikus-Projektes P2X veröffentlicht

| Redakteur: Alexander Stark

Welchen Beitrag P2X-Produkte für die Energiewende leisten können, analysiert die zweite Roadmap des Kopernikus-Projektes P2X. Sie betrachtet sowohl technologische Fragestellungen als auch Aspekte von Nachhaltigkeit und sozialer Akzeptanz.

Firmen zum Thema

Das Kopernikus-Projekt P2X erforscht, wie erneuerbare Energie flexibel genutzt und gespeichert werden kann.
Das Kopernikus-Projekt P2X erforscht, wie erneuerbare Energie flexibel genutzt und gespeichert werden kann.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Frankfurt am Main – Der Koordinator des Projekts P2X, Prof. Kurt Wagemann, ist sich sicher, dass P2X-Energieträger einen zentralen Beitrag für die Energiewende leisten können und müssen. Die Technologien müssten nun schnell in einem industriell relevanten Umfeld erprobt werden, um die Voraussetzung für einen großtechnischen Einsatz zu schaffen, erklärte Wagemann anlässlich der Veröffentlichung der zweiten Roadmap.

Die Roadmap begleitet und bewertet die technologischen Entwicklungen im P2X-Projekt hinsichtlich ihres potenziellen Beitrages zur Energiewende. Dabei werden sowohl der technologische Fortschritt innerhalb des Projektes als auch die wechselnden Anforderungen für mögliche Anwendungsbereiche im Kontext der Energiewende berücksichtigt. Der Fokus der zweiten Roadmap liegt auf der Frage der Entwicklungen bezüglich der Nachhaltigkeit der Verfahren und Produkte, ihrer techno-ökonomischen Bewertung und Aspekte der sozialen Akzeptanz. Darüber hinaus werden intensiv Aspekte der Systemkompatibilität und die Betrachtung von Potenzialen auf der Herstellungs- und Anwendungsseite diskutiert.

Die wesentlichen Aussagen sind:

  • P2X-Produkte können nur dann zur Treibhausgasreduktion beitragen, wenn fast ausschließlich erneuerbarer Strom für ihre Herstellung verwendet wird.
  • P2X-Produkte werden auch absehbar deutlich teurer als ihre fossile Referenz bleiben.
  • Eine breite Markteinführung setzt eine zügige Weiterentwicklung und Erprobung im relevanten Umfeld voraus.
  • Eine Einschätzung der Akzeptanz ist aufgrund des teilweise noch niedrigen technischen Entwicklungsstandes und damit einhergehenden geringen Sichtbarkeit schwierig.
  • Für eine erfolgreiche Umsetzung müssen sich Angebot und Nachfrage parallel entwickeln. Dabei spielen regulatorische Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle.

Das Projekt entwickelt stoffliche Power-to-X-Technologien zur Herstellung synthetischer Chemieroh- und Kraftstoffe, um auf Basis erneuerbarer Energien im Kontext der Energiewende stoffliche Energieträger und Rohstoffe bereitzustellen.

Die zweite Roadmap ist auf der Webseite der Dechema sowie den Webseiten der beteiligten Projektpartner verfügbar.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46137409)