Anlagendokumentation im Ex-Bereich Zeitersparnis und kürzere Reaktionszeiten durch digitale Anlagendokumentation im Ex-Bereich

Redakteur: Marion Henig

Je nach Größe einer Industrieanlagen hat auch die Anlagendokumentation erstaunliche Umfänge. Da die Dokumentation heute meist noch auf Papier vorliegt und in manchen Anlagen obendrein redundant vorhanden ist, lässt sie sich nur mit relativ hohem zeitlichen und organisatorischen Aufwand auf aktuellem Stand halten. Die im Text beschriebene Anwendung zeigt, welche Vorteile hier eine digitale Anlagendokumentation mit sich bringt.

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Am deutschen Standort des US-amerikanisches Chemieunternehmens Momentive Performance Materials im Chempark Leverkusen wurde die Dokumentation sukzessive auf eine zentrale elektronische Dokumentation umgestellt. (Bild: Momentive)
Am deutschen Standort des US-amerikanisches Chemieunternehmens Momentive Performance Materials im Chempark Leverkusen wurde die Dokumentation sukzessive auf eine zentrale elektronische Dokumentation umgestellt. (Bild: Momentive)

Das US-amerikanische Chemieunternehmen Momentive Performance Materials ist weltweit der zweitgrößte Hersteller von Silicon und Silicon-Derivaten. Zudem ist das Unternehmen führend bei der Herstellung und Entwicklung von Quarz und Spezialkeramiken. Am deutschen Standort im Chempark Leverkusen stellen circa 600 Mitarbeiter Silicon und Silicon-Derivate her. Die Leverkusener Produktion erstreckt sich auf einer Fläche von sechs Prozent des Chempark Leverkusen über mehrere Gebäude. In den vergangenen drei Jahren wurde die vorhandene Papier-Dokumentation der Anlage sukzessive auf eine zentrale elektronische Dokumentation umgestellt. Dabei galt es die Information zu über 20.000 Geräten wie beispielsweise Sensoren, Aktoren oder Ventilen zu erfassen und hierbei auch die besonderen Anforderungen an Betriebsmittel im Ex-Bereich zu berücksichtigen.

Auf der Suche nach dem richtigen System

Auslöser für die Umstellung auf elektronische Anlagendokumentation waren organisatorische und wirtschaftliche Aspekte. Obwohl die Anzahl der Instandhaltungsmitarbeiter reduziert wurde, musste die zuverlässige Funktion der Anlage gewährleistet bleiben. Da es zu Projektbeginn keine zentrale Dokumentation gab, verbrachten Instandhaltungsmitarbeiter einen sehr großen Teil ihrer Arbeitszeit mit Suchen von Dokumentation sowie mit dem Einpflegen von Änderungen. Durch Umstellung auf elektronische Dokumentation versprach man sich hier eine große Zeitersparnis und kürzere Reaktionszeiten.

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Zuerst musste jedoch das geeignete System für die Anlagendokumentation gefunden werden. "Wir hatten ein System im Testeinsatz, das nicht die gewünschten Ergebnisse lieferte", berichtet Karl-Heinz Graf, Manufacturing FAM Leader PLT bei Momentive. „Hier machten uns Mitarbeiter der Firma Rösberg, die uns in verschiedenen anderen Bereichen mit Dienstleistungen unterstützen, auf die Produkte Prodok und LiveDok aus ihrem Hause aufmerksam, die für unsere Anforderungen sehr gut geeignet sind.“ Prodok ist ein PLT-CAE-System, das einen integrierten Planungsprozess nach einheitlichen Regeln ermöglicht. Mit ihm lassen sich während der Planung, aber auch im Betrieb, bei der Instandhaltung und der Modernisierung Anlageninformationen konsequent dokumentieren. Das System sorgt mit seiner durchgängigen und konsistenten Dokumentation dafür, dass sich die Anlagenrealität in der Dokumentation widerspiegelt. Sind so alle Komponenten einer Anlage erfasst, kann die Dokumentation mit der webbasierten Software LiveDok von jedem PC im Intranet mit einem Webbrowser eingesehen werden. Über PC-Arbeitsplätze oder mobile Geräte, auf denen eine LiveDok-Lizenz installiert ist, lässt sich die Dokumentation ändern und aktualisieren. Eine integrierte Volltextsuche erleichtert das Auffinden benötigter Dokumente.

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