Pharmalogistik

Zahlen Sie zu viel? Hier ist das Mittel gegen die Logistik-Kostenfalle

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Aus der Beschaffungsperspektive kann bei der umsatzbasierten Methode die Preisbildung des LDL nur als Mischkalkulation mit Risikoaufschlag erfolgen. Als Konsequenz stellt der Dienstleister dem Pharmakunden einen höheren Anteil am Verkaufsumsatz in Rechnung. Daher ist nicht nur der Preis im Vergleich zu anderen Industriesektoren, wie etwa Konsumgüter, höher, auch die Risikosituation ist intransparenter.

Während in der Vergangenheit ein länderbasierender „lokaler Fokus“ der Pharmalogistik-Organisation dominierte, geht die Entwicklung immer mehr zu zentralisierten Modellen. In Zukunft ist von einem noch stärkeren Fokus auf Kunden-/Produkt-segmentierte Organisationsformen mit End-to-end-Verantwortung für die gesamte Supply Chain auszugehen.

Das Organisationsmodell entscheidet

Einhergehend mit dem beschriebenen Organisationsmodell wird auch die Standardisierung und Harmonisierung von Logistik- und Supply-Chain-Management-Prozessen und -Konzepten vorangetrieben (s. Abb. unten). In diesem Kontext erhält die Anwendung des aktivitätsbasierten Kostenmodells, das eine stärkere Kostenkontrolle ermöglicht, zunehmende Bedeutung.

Veränderungen der Rolle der Logistikfunktion in der Pharmaindustrie
Veränderungen der Rolle der Logistikfunktion in der Pharmaindustrie
(Quelle: Camelot Management Consultants; Grafik: PROCESS)

Soll sich die Logistik von einer reinen Funktionsleistung und Kostenblock zu einem Erbringer wertschaffender funktionsübergreifender und segmentierter Dienstleistungen entwickeln, geht an einem aktivitätsbasierten Kostenansatz kein Weg vorbei: Er ist eine wichtige Voraussetzung, um zukünf- tige Pharma-Logistikdienste und Dienstleistungen zu entwickeln.

* *A. Gmür ist Partner und Head of Logistics Practice, C. Reuter Principal und Head of Competence Center Logistics Solution, Camelot Management Consultants AG, Mannheim.

(ID:44057557)