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Anwendertreffen Budapest Yokogawa in Transformation und Aufbruchstimmung

| Autor: Gerd Kielburger

Schneller werden, agiler werden und Produkte aber auch Dienstleistungen noch frühzeitiger gemeinsam mit den Kunden entwickeln und voranbringen. Damit will sich der japanische Prozessautomatisierer Yokogawa den sich verändernden Herausforderungen des Marktes stellen. Der neue Business-Slogan Co-innovating tomorrow soll diesen Wandel beschreiben – und neue Produkte und Dienstleistungen sollen es beweisen.

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Ted Angevaare, in diesem Jahr Chairman Steering Committee, eröffnete das 8. Yokogawa User Meeting, das diesmal in Budapest unter dem Slogan Co-innovativ tomorrow stattfand. Angevaare ist Team Lead Automation (PACO) bei Shell Global Solutions International B.V.
Ted Angevaare, in diesem Jahr Chairman Steering Committee, eröffnete das 8. Yokogawa User Meeting, das diesmal in Budapest unter dem Slogan Co-innovativ tomorrow stattfand. Angevaare ist Team Lead Automation (PACO) bei Shell Global Solutions International B.V.
(Bild: Bild: Kielburger)

Am Anfang jedes Wandels steht eine Selbsterkenntnis. Bei Yokogawa fiel diese relativ selbstkritisch aus: Hervorragende Produkte und Lösungen aber auch sehr lange Entwicklungszeiten mit hohem Qualitätsanspruch an Technologie und Standards, gepaart mit einem leichten Hang zur Detailverliebtheit in der Entwicklung. Auf dem 8. EMEA-Anwendertreffen in Budapest wurde überdeutlich, dass sich der japanische Prozessautomatisierer aktuell in einem umfassenden Transformationsprozess befindet. Agilität und Geschwindigkeit – gemeinsam mit dem Kunden dessen Bedürfnisse zu befriedigen, sind heute wichtiger als das Tüfteln und einsame Entwickeln im stillen Kämmerlein. Diese Selbsterkenntnis hat das Unternehmen nun hinter sich und machte auf dem Anwendertreffen deutlich, was das für die Zusammenarbeit mit Kunden bedeutet.

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Kein Zweifel, beim mehr als 100 Jahre alten Prozessautomatisierungskonzern weht ein frischer Wind. Mit dem Zukauf der beiden Firmen Industrial Evolution (Knowlegde) und KBC Advanced Technologies wird das Portfolio noch breiter und tiefer zugleich. Neue Chancen und Geschäftsmodelle entstehen.

Komplettlösungen entlang der Wertschöpfungskette

Für den Transformationsprozess geben sich die Automatisierungsspezialisten selbst ein Zeitfenster von drei Jahren (2015-2017). Laut Satoru Kurosu, Vice President Yokogawa, soll das Unternehmen mit einer vertieften Kenntnis zu Kunden-Prozessen und -Technologien zukünftig Komplettlösungen entlang der Wertschöpfungskette und des Lebenszyklus anbieten. Ein wichtiger Mosaikstein zur Erweiterung des Portfolios war neben dem verstärkten Consulting zudem der Zukauf von KBC Advanced Technologies. Ein britisches Unternehmen, das auf Strategische Planung (ERP) ausgerichtet und bereits gut im Öl/Gasgeschäft aufgestellt ist.

Ein anderer war die Übernahme von Industrial Evolution, einem führenden Anbieter von sicherheitsrelevanten, Cloud-basierten Datenservices. Mit diesen neuen Portfolio sieht sich Yokogawa zukünftig in die Lage versetzt, beim Anwender vor Ort mit einer Art Toolbox alle möglichen Ideen und Kundenwünsche durchzugehen und schnell Lösungen anbieten zu können. Lange Entwicklungszeiten jedenfalls sollen zukünftig der Vergangenheit angehören.

Neue Coriolis-Massedurchfluss-Plattform

Eine gute Botschaft, wie auf dem Anwendertreffen in Ungarns Hauptstadt auch von Anwendern zu hören war. In Zeiten volatiler wirtschaftlicher Marktbedingungen und durch Industrie 4.0 beschleunigte Veränderungsprozesse sind zukünftig schnelle Anpassungen beim Kunden von Vorteil.

Als Paradebeispiel, dass man Entwicklungszeiten für Messgeräte deutlich reduzieren kann, präsentierten die Yokogawa-Manager in Budapest ein neues Rotamass Produktportfolio „Total Insight“ für die Messung des Massedurchflusses, des Volumendurchflusses, der Dichte, der Konzentration sowie der Temperatur von Flüssigkeiten und Gasen. Bei der neuen Coriolis-Plattform mit integriertem Lifecycle-Management handelt es sich um einen Vierleiter-Massedurchflussmesser, der nach Aussage von Rota-Yokogawa-Geschäftsführer Andreas Dobratz völlig neue Maßstäbe in der Branche setzen soll. Dobratz zeigt sich sicher, dass der Rotamass TI optimierte Spezifikationen unter Prozessbedingungen bietet und mehr und mehr Anwendungen unterstützt. „Der ganzheitliche Ansatz der Total-Insight-Philosophie hilft dem Kunden in allen Phasen des Produktlebenszyklus' bei der Verbesserung der Betriebsabläufe und der Anlagenwartung.“

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