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Nachhaltigere Lederherstellung X-Biomer-Produktion: Lanxess geht mit ressourceneffizientem Anlagen-Konzept in Serie

| Redakteur: MA Alexander Stark

Gemeinsam mit dem Schweizer Anlagenbauer Hüni will der Spezialchemie-Konzern Lanxess modulare Anlagen-Konzepte zur ressourceneffiziente Herstellung von Lederchemikalien entwickeln. Dabei wird der Kölner Konzern seine Erfahrung im Bereich der X-Biomer-Produktion einbringen.

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Modulare Anlage zur ressourceneffizienten Herstellung von Lederchemikalien: Gerbereien können damit Falzspäne aus der Lederherstellung direkt vor Ort wiederverwerten und daraus vollautomatisch Nachgerbstoffe der Marke X-Biomer produzieren.
Modulare Anlage zur ressourceneffizienten Herstellung von Lederchemikalien: Gerbereien können damit Falzspäne aus der Lederherstellung direkt vor Ort wiederverwerten und daraus vollautomatisch Nachgerbstoffe der Marke X-Biomer produzieren.
(Bild: Lanxess)

Köln – Der Spezialchemie-Konzern Lanxess geht mit seinem modularen Anlagenkonzept Reel (Ressourceneffiziente Herstellung von Lederchemikalien) in die nächste Phase der Kommerzialisierung. Zur Fertigung der containergroßen Produktionsmodule hat das Unternehmen mit dem Schweizer Anlagenbauer Hüni eine Zusammenarbeit für erste gemeinsame Kundenprojekte vereinbart. Die Partner wollen in der Zusammenarbeit Konzepte für die ersten interessierten Kunden ausarbeiten, wobei sich Hüni primär um das Anlagen-Engineering und den Bau der Module kümmern wird, während Lanxess das chemische Verfahrens- und anwendungstechnische Know-how zur X-Biomer-Produktion beisteuert.

Die neuartige Reel-Technologie wurde vom Lanxess-Geschäftsbereich Leather zusammen mit den Kooperationspartnern Invite und Heller-Leder entwickelt. Sie dient dazu, Falzspäne aus der Lederherstellung in der Gerberei direkt vor Ort wiederzuverwerten und daraus vollautomatisch Nachgerbstoffe der Marke X-Biomer herzustellen. Somit entstehen keinerlei Kosten für den Transport zu Verwertungsbetrieben oder für die Abfallentsorgung. Außerdem erhöhen Produkte der X-Biomer-Reihe die klimaneutralen Bestandteile der eingesetzten Chemie.

Der Konzern betreibt im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Reel-Projekts bei und zusammen mit der Gerberei Heller-Leder im niedersächsischen Hehlen seit November 2017 eine Pilotanlage für die Insitu-Produktion des Nachgerbstoffs X-Biomer. Das Verfahren wurde unter realen Produktionsbedingungen getestet und bis zur Vermarktungsreife entwickelt. Derzeit sind bereits sechs verschiedene X-Biomer Produkttypen entwickelt worden. Darüber hinaus befinden sich weitere interessante Applikationen in der Forschungs-Pipeline.

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