Preisgünstigere Malariamedikamente Wissenschaftspreis geht an Entwicklung für bezahlbare grüne Chemie

Redakteur: Alexander Stark

Mit Pflanzenabfall, Luft und Licht zu einem Wirkstoff gegen Malaria: Für die Entwicklung eines besonders effizienten chemischen Verfahrens zur Herstellung von Artemisinin verleiht die US-amerikanische Chemikervereinigung Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, gemeinsam mit Prof. Peter H. Seeberger aus Potsdam und Prof. Kerry Gilmore aus Connecticut, USA, den „ACS Preis für bezahlbare grüne Chemie“.

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Prof. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, wird mit dem „ACS Preis für bezahlbare grüne Chemie“ (ACS Award for Affordable Green Chemistry) der US-amerikanischen Chemikervereinigung (American Chemical Society ACS) ausgezeichnet.
Prof. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, wird mit dem „ACS Preis für bezahlbare grüne Chemie“ (ACS Award for Affordable Green Chemistry) der US-amerikanischen Chemikervereinigung (American Chemical Society ACS) ausgezeichnet.
(Bild: Max-Planck-Institut Magdeburg / Stefan Deutsch)

Magdeburg – Mit dem Preis für bezahlbare grüne Chemie würdigt die American Chemical Society (ACS) die außerordentlichen Erfolge, die drei Kooperationspartner aus Deutschland und den USA bei der Entwicklung von kontinuierlich ablaufenden chemischen Prozessen zur Produktion von Wirkstoffen für die Malariabekämpfung erzielt haben.

Die Therapien basieren auf dem Wirkstoff Artemisinin, der in den Pflanzen des Einjährigen Beifußes Artemisia annua vorhanden ist. Das neue chemische Produktionsverfahren ist das erste Beispiel dafür, dass nicht nur die Ausgangsstoffe für die Herstellung eines Arzneimittels oder Naturstoffs aus Pflanzen gewonnen werden. Auch der Katalysator, also das Werkzeug, das die Reaktion vorantreibt, kommt direkt aus der Natur.

Die Magdeburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Forschungsgruppe um Prof. Seidel-Morgenstern am Max-Planck-Institut für Dynamik haben wesentliche Beiträge zur Extraktion des Wirkstoffes aus den Blättern der Pflanze, zur photochemischen Umsetzung einer Vorstufe, zur Kristallisation sowie zur Chromatographie geleistet.

Zu dem ausgezeichneten Kooperationsteam gehören der Chemiker und Biochemiker Prof. Dr. Peter H. Seeberger, Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, der Chemiker Prof. Dr. Kerry Gilmore, University of Connecticut, USA, sowie der Verfahrenstechniker Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg.

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