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EMAS III-Zertifizierung

Wie Unternehmen durch EMAS III-Zertifizierung den Energieverbrauch senken

| Autor/ Redakteur: Sina Specht / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Zertifizierung nach EMAS III ist ein Kraftakt für ein Unternehmen, der viel Zeit und Motivation erfordert. Lesen Sie, warum es sich trotzdem lohnt, die nachweisbaren Umweltziele zu erreichen, um so den Energieverbrauch eines Unternehmens zu senken.

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Gemü-Geschäftsführer Gert Müller: „Wir leben in einer Zeit, in der bereits zahlreiche technische Möglichkeiten realisierbar sind, in der wir umweltfreundlicher leben und arbeiten könnten.“
Gemü-Geschäftsführer Gert Müller: „Wir leben in einer Zeit, in der bereits zahlreiche technische Möglichkeiten realisierbar sind, in der wir umweltfreundlicher leben und arbeiten könnten.“
(Bild: Gemü)

Was haben die Demeter-Brotbäckerei Märkisches Landbrot, die Mainau GmbH und Gemü gemeinsam? Vordergründig eine weitere gedruckte Broschüre. Doch wirklich verbindend ist der Gedanke „Es gibt immer einen Anfang für das Bessere“, den die Geschäftsführung der Bäckerei auf der EMAS-Webseite nennt.

Oder wie Gemü Geschäftsführer Gert Müller denselben Inhalt ausdrückt: „Was wir tun können, das sollten wir tun.“ So unterschiedlich die Firmen und Organisationen, die sich nach der Verordnung EMAS III zertifizieren, so verschieden sind auch die Bilanzen, die Umweltziele und Ergebnisse. Aber es lohnt sich trotzdem.

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Viel Papier: DIN EN ISO 14001 und EMAS III

Wie jede Zertifizierung bestehen auch die beiden Verfahren im Umweltmanagementbereich aus drei Grundpfeilern: Verantwortung, Prozess, Ziel. Verankerung im Qualitätsmanagementhandbuch, Benennung eines Umweltbeauftragten, Gestaltung und Absicherung von Organigrammen und Abläufen sind ebenso typische Aktivitäten wie die Formulierung von Umweltzielen oder von einzelnen Maßnahmen, die durchgeführt werden sollen.

Dabei hat EMAS, das „Gemeinschaftssystem der Europäischen Union für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung“ den Vorteil, die Anforderungen der international anerkannten DIN EN ISO 14001 einzuschließen. Zudem geht der Audit darüber hinaus, wie der Umweltgutachterausschuss (UGA) beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beschreibt: „Während sich die DIN EN ISO 14001 auf die Verwirklichung der umweltbezogenen Zielsetzungen beschränkt und nur in der Umweltpolitik eine Verpflichtung zur Verbesserung der Umweltbelastungen verlangt, müssen sich die EMAS-Organisationen dazu verpflichten, ihre tatsächliche Umweltleistung zu verbessern.“

Weiter wird allen teilnehmenden Unternehmen und Organisationen auferlegt, die Öffentlichkeit zu informieren. Neben dem elektronischen Hinweis auf Umweltziele und deren Realisierung müssen auch gedruckte Unterlagen produziert werden. Dies soll sicherstellen, dass jeder Bürger nachsehen und überprüfen kann, ob und wie sich die Umweltleistung des Unternehmens im Laufe der Jahre verbessert – oder verschlechtert hat. So können erreichte Ziele bei Gemü beispielsweise auf der Website unter Gemü-Gruppe eingesehen oder die Broschüre „Umwelterklärung 2012“ per E-Mail oder Telefon angefordert werden.

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