EMAS III-Zertifizierung

Wie Unternehmen durch EMAS III-Zertifizierung den Energieverbrauch senken

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Viele Ideen: Beweglich sein und beweglich bleiben

Profitiert hat Gemü auf vielerlei Weise von der Teilnahme an der EMAS-Zertifizierung. Zum einen vor allem dahingehend, dass ein Reportinginstrument eingeführt wurde, das einen präzisen Überblick über ökologische Aspekte und Fortschritte hinsichtlich der Nachhaltigkeit gibt. Und hiermit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für weitere Investitionen und für das Abwägen unterschiedlicher Aktivitäten bietet. Zum anderen nutzt das Unternehmen seinen Umweltgutachter auch dahingehend, weiteres Know-how aufzubauen oder im Wissenstausch zusätzliche Informationen zu erhalten. Ein kurzer Weg, um eigene Aktionen auch von Außen betrachten zu lassen und auch, um von anderen Firmen und Organisationen zu lernen.

Neben Dokumentation und Investition ist die EMAS-Zertifizierung aber auch als Ideenschmiede gedacht. Statt reinem Pflichtprogramm sollen Unternehmen und Organisationen darüber nachdenken, was sie, was ihre Mitarbeiter, was ihre Kunden dabei unterstützt, nachhaltig zu leben. Deshalb erschöpfen sich die Umweltziele nicht nur bei den üblichen und notwendigen Verdächtigen wie „Energieeinsparung durch Servervirtualisierung“ oder „Energieeinsparung Schleuseneinbau Criesbach“, die 2012 erfolgreich abgeschlossen wurden. Sondern bieten eine wahrhaft „bunte“ Ideenvielfalt.

Viel Mensch: Nicht die Technik ist der Schlüssel, sondern wir

Projekte und Umweltziele aus zahlreichen Umwelterklärungen zeigen: Die Schöpfer von EMAS wollten mehr. Sie wollten, dass die Nachhaltigkeit nicht am Werkstor oder der Eingangstür endet. Sie wollten viel mehr, als nur den Umweltschutz befördern. So führte Studiosus in seiner letzten Umwelterklärung selbstverständlich auch Kundenumfragen zu sozialen Themen auf, beispielsweise, wie hoch die Sensibilität der jeweiligen Reiseleitung für Land und Leute ist. Oder die Universität Dresden brachte ein Jobticket für alle Mitarbeiter ins Spiel. Andere Unternehmen führen sogar auf, wie viele Arbeitsunfälle in Relation zu geleisteten Arbeitsstunden zu verzeichnen waren.

Dies zeigt ganz deutlich: EMAS ist ein wichtiges Instrument für ökologische Aspekte, aber eben auch ein Instrument der Corporate Social Resonsibility. Menschen sind Thema in dieser Zertifizierung. Sie sind der Mittelpunkt in üblichen Bereichen wie Arbeitsschutz, Brandschutz oder Gefahrstoffe – sie sind aber auch Adressaten und Mitwirkende bei Abfallvermeidung oder Energieeinsparung und wirken als Ideenstifter, als Teilnehmer und als Gestalter. In dieser Tradition steht auch das Projekt Elektro-Mobilität, über das Gemü-Geschäftsführer Gert Müller im Interview spricht.

* Die Autorin arbeitet im Marketing der GEMÜ GmbH & Co. KG. E-Mail-Kontakt: sina.specht@gemue.de

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