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Wartungsarbeiten werden einfacher
Bei den mit 6 mm etwas breiteren Varianten von Termitrab Complete findet sich eine große Vielfalt an Zusatzfunktionen zur Unterstützung bei Wartungsarbeiten. So kann etwa die integrierte Messertrennung genutzt werden, um die Signale der Steuerungsseite von der Feldseite zu trennen. Diese Funktion ist nicht nur bei Wartungsarbeiten sinnvoll, sondern auch bei der Fehlersuche im Feld. Wird beispielsweise ein Kurzschluss auf den Feldkabeln vermutet, öffnet man die Messertrennung und kann – direkt auf den Klemmkontakten der Termitrab Complete-Komponenten – den Schleifenwiderstand messen. Sogar Isolationsmessungen bei geöffneter Messertrennung sind kein Problem, dabei müssen die Leitungen nicht einmal vom Produkt abgeklemmt werden.
Eine Überprüfung der Blitz- und Überspannungsschutz-Einrichtungen in regelmäßigen Intervallen ist nicht nur empfehlenswert, sondern in vielen Anwendungsbereichen vorgeschrieben. Mit den steckbaren Varianten von Termitrab Complete sind derartige Prüfungen einfach. Die spannungsbegrenzenden Komponenten sind im steckbaren Produktteil untergebracht, der sich nach dem Entriegeln leicht aus dem Basiselement heraus ziehen lässt. Die angeschlossenen Signalleitungen bleiben unberührt am Basiselement. Vorteilhaft ist dabei auch, dass der Signalkreis beim Herausziehen des Steckers nicht unterbrochen wird – die Anlagenverfügbarkeit bleibt also auch während der Prüfung der Überspannungsschutz-Stecker erhalten.
Der umfangreiche Test der Komponenten des Steckers erfolgt mit dem Checkmaster 2, der eine vollautomatische elektrische Prüfung von steckbaren Überspannungsschutzgeräten ermöglicht. Die Prüfergebnisse werden im Checkmaster 2 für jeden überprüften Stecker separat gespeichert. Mit der Export-Funktion ist so auch die vorgeschriebene Dokumentation schnell erledigt.
Überlastschutz und Fernmeldung
Einige Produkte aus dem Produktprogramm Termitrab Complete bieten einen integrierten Überlastschutz. Hat die Schutzfunktion ausgelöst, wird dies über die integrierte Statusanzeige signalisiert. Für diese Funktion ist keine Hilfsenergie nötig. Optional kann damit der Status von bis zu 40 Überspannungsableitern überwacht werden. Dann ist lediglich das so genannte „Remote-Set“ mit 24 V zu versorgen. Der Fehlerstatus wird über einen potenzialfreien Kontakt an nachfolgende Systeme weiter gegeben – somit kann die Überwachung bequem in die Leitstellentechnik eingebunden werden.
Neben den klassischen Signalformen wie der 4…20 mA-Stromschleife und binären Ein- und Ausgängen haben auch Feldbussysteme in der Prozesstechnik eine große Bedeutung. Sowohl für die klassischen Signalformen als auch für die serielle Datenübertragung hält das Produktprogramm von Termitrab Complete eine Lösung in der schmalen Bauform bereit – auch für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich. Zulassungen nach Atex und IEC Ex attestieren die Eignung des Überspannungsschutzes im Rahmen der Zündschutzart „Eigensicherheit“. Ein Einsatz in Feldverteilern der Ex-Zone 1 oder 2 ist zulässig. Ergänzende Approbationen attestieren die Eignung nach Fisco (fieldbus intrinsically safe concept – engl. für Eigensicheres Feldbuskonzept), siehe DIN EN 60079-11, Anhang G.
Welche Neuerungen in Sachen Überspannungsschutz müssen Betreiber in der Prozessindustrie ab sofort beachten? PROCESS hat bei Thorsten Heil, Produkt-Marketing Überspannungsschutz, Phoenix Contact, nachgefragt. Die Antwort lesen Sie im Interview auf der nächsten Seite.
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