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Biopharmazeutika in China

Wie Lonza von der chinesischen Biopharmastrategie profitieren will

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

China will neue medizinische Therapien entwickeln und investiert in die heimische Biopharmaindustrie. Lonza Pharma & Biotech springt nun auf diesem Zug auf und will in China eine Biopharmaproduktion bauen. In Guangzhou soll eine modulare Fabrik für Auftragsproduktion und -forschung entstehen. Technologiepartner ist GE Healthcare.

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Lonzas Hauptquartier in Guangzhou
Lonzas Hauptquartier in Guangzhou
(Bild: Lonza)

Basel/Schweiz; Guangzhou/China – Noch ist es eine Absichtserklärung, die Lonza heute unterzeichnen will. Doch wenn der Schweizer Biopharma-Konzern mit der chinesischen Provinzregierung von Guangzhou handelseinig geworden ist, hat Lonza Pharma & Biotech den ersten Schritt in den chinesischen Biopharma-Markt gemacht.

Die Schweizer springen damit auf einen Zug auf, der bereits im Juni letzten Jahres Fahrt auf genommen hat – mit der Grundsteinlegung des GE-Biocampus in Guangzhou. Rund 123 Millionen Dollar hat der amerikanische Konzern GE Healthcare in die Hand genommen, um gemeinsam mit der Regierung der Provinzhauptstadt die biopharmazeutische Produktion in Schwung zu bringen. Das Joint Venture zahlt auf den chinesischen Fünf-Jahresplan ein, der die pharmazeutische Biotechnologie als eines von zehn Technologiefeldern identifiziert, in dem China Spitzenleistungen erbringen will.

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Wie GE Healthcare den Weg bereitet

Das Technologiecluster erstreckt sich über eine Fläche von 335 000 und ist laut Berichten von www.Biochinapharma.de der erste große Biopharmapark, den GE Healthcare in Asien errichtet. Hergestellt wird hier die modulare Kubio-Technologie – Skids, mit vorkonfiguriertem single-use Equipment wahlweise für die Produktion monoklonaler Antikörper und viraler Vektoren.

Genau diese Technologie wird Lonza auch in dem neu geplanten Werk einsetzen. Zunächst geht es um die Ausstattung eines 17000 m2 grossen Standorts mit einer 6500 m2 Laborfläche und einer GMP-zertifizierten Kubio-Anlage in der Lonza bis 2020 Antikörper im Auftrag produzieren will. In der mit Einweg-Equipment ausgestattete Kubio-Anlage werden 1000- und 2000-Liter-Bioreaktoren stehen. Eine Automatisierungsplattformen schafft die Basis klinische und frühe kommerzielle Produktlieferungen sein und eine GMP-Produktion im Kleinmassstab.

Die Labore sollen die von Lonza entwickelten Plattformen für den Zelllinienaufbau, darunter das GS Gene Expression System Einrichtungen für Prozessentwicklung und Zelleinlagerung sowie Pilotlabore beherbergen. Unternehmensangaben zufolge sollen mehr als 160 Mitarbeiter in dem neuen Werk arbeiten.

So profitieren beide Partner

Für beide Partner ist das getroffene Arrangement eine echte Win-win-Situation. Die Partnerschaft sei der ideale Weg, um Lonza-know-how und -technologie nach China zu bringen, sagte Marc Funk, der COO von Lonza Pharma & Biotech. Für Emmanuel Ligner, President und CEO, GE Healthcare Life Sciences ist die Vereinbarung ein weiterer Schritt „zur Verwirklichung unserer Vision, Hersteller aller Grössenordnungen in die Lage zu versetzen und darin zu unterstützen, rasch Kapazitäten aufzubauen um der wachsenden Kundennachfrage nach Biologika gerecht zu werden.”

Das Werk in China soll das globale Biologika-Netzwerk von Lonza Pharma & Biotech erweitern. Das Unternehmen betreibt bereits Anlagen in der Schweiz, den Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Spanien und Singapur.

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