Charta für Lernen und Arbeiten Wie Industrie 4.0 die Arbeitswelt verändert

Redakteur: Alexander Stark

In der Plattform Industrie 4.0 haben sich Unternehmen, Verbände, Wissenschaftsorganisationen und Sozialpartner zusammengetan, um einen Leitfaden für die Gestaltung der Arbeitswelt in der digitalisierten Industrie zu definieren.

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Dr. Ulrich Nußbaum, Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei der virtuellen Übergabe der Charta.
Dr. Ulrich Nußbaum, Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei der virtuellen Übergabe der Charta.
(Bild: BMWi/Andreas Mertens)

Hannover — Die Charta für Lernen und Arbeiten in der Industrie 4.0 gibt Unternehmen und Sozialpartnern Orientierung bei der sozial nachhaltigen Gestaltung von Arbeit, Aus- und Weiterbildung in der digitalisierten Industrie. Die Teilnehmenden der Plattform Industrie 4.0 diskutierten ihre Bedeutung auf der Hannover Messe 2021.

Die Charta zielt auf eine Arbeitswelt ab, in der der Mensch im Mittelpunkt steht – im Zusammenspiel mit Technik und Organisation. Mit dieser Botschaft bekennt sich die Plattform zur sozialen Nachhaltigkeit als Bestandteil ihres Leitbildes 2030: „Die Charta sorgt dafür, dass soziale Nachhaltigkeit Kern von Industrie 4.0 ist und bleibt,“ so Dr. Frank Melzer, CTO bei Festo und ehemaliger Leiter des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0.

Die Kernaussagen der Charta:

Souveränität der Beschäftigten: Arbeiten in der Industrie 4.0 ist durch Souveränität und Beteiligung der Beschäftigten an Veränderungsprozessen geprägt. Ebenso wichtig sind der Erhalt und Ausbau ihrer Lern- und Handlungsfähigkeit. Erfolgreiche Unternehmen passen sich diesen Entwicklungen an und organisieren Arbeit neu.

Agilität als Unterstützung: Agile Unternehmen reagieren flexibel und unmittelbar auf die Anforderungen der digitalen Transformation. Neue Formen der Arbeits- und Lernkultur unterstützen die Beschäftigten dabei, mit der Dynamik der Industrie 4.0 erfolgreich umzugehen.

Beteiligung als Schlüssel zu Innovation und Wertschöpfung: Die konstruktive Zusammenarbeit der Sozialpartner ist essenziell dafür, dass die digitale Transformation im Interesse von Beschäftigten und Unternehmen gelingt. Innovative Ideen aus der Belegschaft zu berücksichtigen, trägt wesentlich zur Produktivitätssteigerung und Innovationstätigkeit des Unternehmens bei.

Neue Technologien – ökologisch und ökonomisch im Einsatz: Im Fokus steht das für den Menschen technisch Sinnvolle - nicht das Machbare. Dass die Betroffenen die Einführung neuer Technologien aktiv mitgestalten, schafft Akzeptanz, fördert die Kompetenzentwicklung und stärkt den Unternehmenserfolg.

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