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2. Membership Day Prolist International e.V. Wettbewerbsfähigkeit der Prozessindustrie durch Prolist steigern

Redakteur: Marion Henig

Wie hat sich der Verein Prolist International durch neue Mitglieder und Kooperationen weiterentwickelt? Welche Fortschritte wurden bei der Implementierung der Prolist-Merkmalleisten in die Praxis gemacht und welche Bedeutung hat das Harmonisierungsprojektes mit eClass? Antworten auf diese Fragen gab der 2. Membership Day Prolist International e.V.

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Die Sichtweise eines internationalen Anlagenbauers bringt Peter Paul Pruijn mit in den PROLIST Membershipday ein.
Die Sichtweise eines internationalen Anlagenbauers bringt Peter Paul Pruijn mit in den PROLIST Membershipday ein.
( Bild: Prolist )

Monheim – Unter Beteiligung von Entscheidern und Anwendern der Mitglieder und Interessenten fand im Tropicarium bei Bayer CropScience in Monheim am 9. und 10. Juni 2009 der zweite Membership Day des in 2008 gegründeten Vereins Prolist International e.V. statt. Der Verein ist in direkter Nachfolge der Projektgruppe „Merkmalleisten (Prolist)“ von Namur und ZVEI zu sehen. Firmenübergreifenden Arbeitsgruppen der Mitgliedsfirmen haben hier ein Datenmodell und die Beschreibung der Merkmalleisten von 108 Geräten der Prozessleittechnik im SAP-kompatiblem XML-Format erarbeitet.

Bereits am Vorabend des Membership Day kam es zu einem intensiven Gedankenaustausch zwischen Betreibern, CAE-Anbietern und Herstellern, KMUs und Großbetrieben sowie nationalen und internationalen Vereinigungen.

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Prof. Dr. Hans Schuler (BASF) verdeutlichte in seinem Dinner Speech das Engagement der BASF bei der Implementierung der NE 100 und appellierte an seine Kollegen, sich für die breite Anwendung der Namur-Empfehlung NE 100 bei möglichst vielen Betreibern für Anlagenplanung, Beschaffung und Instandhaltung einzusetzen.

Am nächsten Tag demonstrierten Werner Still (BASF) und Eckart Hauser (Endress+Hauser), welche Einsparungen in der Planung beim Detail-Engineering erzielt werden können. Denn schon jetzt ist die NE 100 stark in den Workflows des Anlagen-Life-Cycle bei BASF und der Produktauswahl bei E+H integriert. Im Vortrag von Dr. Peter Seelinger (BASF) wurde deutlich, welche Einsparpotenziale entlang des Anlagen-Life-Cycle genutzt werden können und wie auch die Verfügbarkeit der Anlagen durch die Integration der NE 100 in die Materials Management Systeme verbessert wird.

Auch Dr. Gunther Kegel (Pepperl+Fuchs), Vorsitzender des Vorstandes von Prolist International, warb für die Vorteile der NE 100 und mahnte ebenfalls EPC-Kontraktoren und Betreiber, den NE-100-Standard in ihren Häusern voranzutreiben, damit sich das nicht unbeträchtliche Investment in den elektronischen Beschreibungsstandard für alle Beteiligten lohnt. Gerade die momentane Krise großer Teile der Wirtschaft sollte genutzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Prozessindustrie zu steigern.

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