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EU-Richtlinie zur Fälschungssicherheit Was kommt auf ihr Unternehmen zu?

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Jetzt stehen die Details der EU-Richtlinie fest – und damit läuft die Uhr für die Hersteller. Schließlich müssen sie die neuen Regeln innerhalb der nächsten drei Jahre umsetzen. Worauf sollten Unternehmen bei der Umsetzung der neuen EU-Richtlinie zur Fälschungssicherheit achten?

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Jörg Paul Zimmer, Geschäftsführer Pharma und Chemie bei der GUS Deutschland GmbH: „Unternehmen sollten die Zeit bis Anfang 2019 nutzen, um ein schlüssiges Konzept zur Umsetzung der neuen EU-Richtlinie zu erarbeiten.“
Jörg Paul Zimmer, Geschäftsführer Pharma und Chemie bei der GUS Deutschland GmbH: „Unternehmen sollten die Zeit bis Anfang 2019 nutzen, um ein schlüssiges Konzept zur Umsetzung der neuen EU-Richtlinie zu erarbeiten.“
(Bild: Gus-Group)

Was die neue EU-Richtlinie für die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie bedeutet und worauf diese bei der Umsetzung achten sollten, erläutert Jörg Paul Zimmer, Geschäftsführer Pharma und Chemie bei der GUS Deutschland GmbH.

? Herr Zimmer, auf die Echtheit von Medikamenten ist künftig Verlass – damit kommt auf die Hersteller einiges zu. Wie bewerten Sie die Fälschungsschutzrichtlinie?

Zimmer: Ich begrüße es sehr, dass wir nun endlich Klarheit haben und zusammen mit unseren Kunden an der Umsetzung arbeiten können. Es gibt weder Anlass zur Panik noch zum „Auf-die-lange-Bank-Schieben“. Ganz ohne Zweifel ist die neue Verordnung wichtig und richtig, denn nun können wir den Fälschern ihr Handwerk legen.

? Wie genau sollen Fälschungen ausgeschlossen werden?

Zimmer: Jeder Müsli-Riegel hat heutzutage eine Perforation, die dem Käufer signalisiert: Diese Packung ist ungeöffnet. Medikamentenschachteln hingegen sind oft lediglich verklebt. In Zukunft müssen die Packungen ein physisches Merkmal aufweisen, das die Unversehrtheit der Schachtel sicherstellt, z.B. ein Siegel mit einem Hologramm. Zusätzlich muss die Packung künftig über einen 2D-Data-Matrix-Code verfügen. Dieser dient der eindeutigen Verifizierung durch den Apotheker. Beim Verkauf scannt dieser den Code und startet damit den Abgleich der Daten mit einer zentralen Datenbank. Nur wenn diese die Gültigkeit der Seriennummer und damit die Echtheit des Produkts bestätigt, darf der Apotheker dem Kunden die Verpackung übergeben.

Was bedeutet Securpharm?

? Sie haben diese Lösung im Rahmen von „Securpharm“ erprobt. Worum geht es bei dieser Initiative genau?

Zimmer: Hinter der Initiative stehen Verbände der Pharmaindustrie, des Großhandels und der Apotheken. Mit der Verabschiedung der EU-Richtlinie 2011 begannen die Partner, ein System zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen zu entwickeln. Dazu haben sie sich auch IT-Dienstleister ins Boot geholt, u.a. Arvato Systems. Aufgrund unserer engen Zusammenarbeit mit dem Systemintegrator begleiten auch wir seit 2014 die Initiative und bieten die Lösung als integrierten Bestandteil unserer GUS-OS-Suite an.

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