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Processnet-Jahrestagung

Was bedeutet Industrie 4.0 für den Ingenieur?

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Teilnehmer der Podiumsdiskussion der Processnet-Jahrestagung (v.ln.r.): Moderator Michael Wilk (Merck), Stefan Weiß (IG BCE), Matthias Frankhänel (BASF), Beate Diefenbach-Streiber (Morphosys), Leon Urbas (TU Dresden), Wolfgang Wiechert (Forschungszentrum Jülich), Moderator Kurt Wagemann (Dechema), ganz rechts am Pult Kathrin Rübberdt (Dechema)
Teilnehmer der Podiumsdiskussion der Processnet-Jahrestagung (v.ln.r.): Moderator Michael Wilk (Merck), Stefan Weiß (IG BCE), Matthias Frankhänel (BASF), Beate Diefenbach-Streiber (Morphosys), Leon Urbas (TU Dresden), Wolfgang Wiechert (Forschungszentrum Jülich), Moderator Kurt Wagemann (Dechema), ganz rechts am Pult Kathrin Rübberdt (Dechema) (Bild: Dechema)

Forschen und produzieren in der digitalen Welt – was ändert sich, was bleibt? Wie arbeiten Ingenieure in Zukunft und was muss ein Fachmann in zehn Jahren alles können? Auf der Processnet-Jahrestagung in Aachen hat die Prozessindustrie nach Antworten gesucht.

Die Professoren an den Hochschulen arbeiten an der vordersten Front der Forschung. Aber bis Zukunftsthemen wirklich in den Lehrplänen ankommen – das kann dauern. Dieses Paradoxon soll zumindest beim Thema Industrie 4.0 nicht greifen. Dafür will u.a. die Processnet-Fachgemeinschaft Bildung und Innovation sorgen. Auf der Processnet-Jahrestagung in Aachen gab es einen Vorgeschmack darauf, welche Veränderungen den Hochschulen bevorstehen.

Aber wie sieht eine agile Hochschule aus? Und welche Veränderungen für Studenten und Hochschulen lassen sich jetzt schon absehen?

Hochschullehre wird anders, aber wie?

Die Lehre werde sich ändern, prophezeite Prof. Leon Urbas von der TU Dresden, während der Podiumsdiskussion. Es gehe künftig eher um Cocreation mit den Studenten und einen Wandel der Rolle des Lehrenden vom Vorlesenden zum Coach. Welche Bildungskompetenzen Industrie 4.0 künftig erfordert, sei schwierig zu beantworten, sagte Stefan Weiß, der als Abteilungsleiter Arbeits- und Betriebspolitik der BG Chemie an der Diskussionsrunde teilnahm. Auf jeden Fall mahnte er eine höhere Flexibilität sowohl von Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern an. Die Floskel vom lebenslangen Lernen ist zwar schon schon alt, gewinnt aber in Zeiten der Digitalisierung und ihren immer schnelleren Innovationszyklen an großer Bedeutung.

Auf jeden Fall kommt die Generation der digital Natives bereits mit einem gewissen Vorsprung auf die Hochschulen. Klar sei: „Wir müssen der jungen Generation nicht mehr beibringen, was Digitalisierung ist,“ verdeutlichte Wolfgang Wiechert vom Forschungszentrum Jülich. Was allerdings oft zu wünschen übrig lässt, sei die digitale Bewertungskompetenz, betonte Urbas. Soll heißen, das richtige Instrument aus der Vielzahl digitaler Techniken auszuwählen.

Einig war sich die Runde auf jeden Fall darin, dass es auch in Zukunft ohne eine gründliche wissenschaftliche Grundausbildung nicht geht. Industrie 4.0 hin oder her – ohne Strömungslehre kommt auch ein Verfahrenstechniker der Zukunft nicht aus.

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