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Pfizer baut neue Sterilfabrik

Warum Pfizer eine Rekordsumme in den USA investiert

| Autor: Anke Geipel-Kern

Pfizer will für 465 Millionen US-Dollar eine neue Sterilfabrik in den USA bauen. Konzernchef Ian Reed nutzt eine Finanzspritze des Bundesstaats Michigan und die Vorteile der US-Steuerreform, die Investitionen gerade besonders belohnt.

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Arzneimittelforschung: Zwei Forscher von Pfizer vor einer Molekülstruktur.
Arzneimittelforschung: Zwei Forscher von Pfizer vor einer Molekülstruktur.
(Source: Pfizer)

New York/USA – Die Großinvestition von Pfizer in Portage war fast allen Medien in Michigan eine Schlagzeile wert. Denn schließlich investiert ein Konzern nicht alle Tage 465 Millionen US-Dollar und verspricht weitere Investitionen in Milliardenhöhe.

Damit profitiert das Unternehmen gleich zweimal: Michigan greift dem Konzern mit Steuererleichterungen von 10 Millionen Doller unter die Arme, denn unter dem Motto „Good Jobs for Michingan“ ist es Ziel des Bundesstaates neue Jobs anzusiedeln. Außerdem profitiert Konzernchef Ian Reed von der US-Steuerreform mit der Trump Investitionen anlocken will. Mehr als 450 Menschen sollen der Meldung zufolge nach der Fertigstellung im Jahr 2021 in dem Neubau arbeiten, der sich über 37000 m2 erstecken soll. Schon jetzt beschäftigt Pfizer mehr als 2.200 Mitarbeiter in dem Werke, das damit eines der größten ist.

Weitere Investitionen sollen folgen

Konzernchef Read teile mit, dass diese Investition Teil des im Januar angekündigten Gesamtplans des Unternehmens sei, etwa 5 Milliarden US-Dollar in US-amerikanische Kapitalprojekte zu stecken. In den nächsten sechs Jahren werde er voraussichtlich weitere 1,1 Milliarden Dollar in Kalamazoo County investieren - zusätzlich zu den 1 Milliarde Dollar, die er in den letzten zehn Jahren bereits auf dem Gelände investiert hat.

Mit der neuen Anlage, in der Parenteralia für den Weltmarkt abgefüllt werden sollen, werde die Position des Standortes innerhalb des Produktionsnetzwerkes erheblich gestärkt und die Versorgungssicherheit gewährleistet, hebt Standortleiter Ron Perry hervor. Und das ist auch bitter nötig. Meldungen der Wirtschaftspresse zufolge, hatte Pfizer zuletzt Probleme wichtige Medikamente zu liefern und damit Proteste in amerikanischen Krankenhäusern ausgelöst.

Modulare Anlage

Die Anlage soll modular aufgebaut werden, damit jede Produktionseinheit unabhängig voneinander betrieben werden kann. Der Spatenstich sei für das Frühjahr 2019 geplant, der Bau soll im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Läuft alles nach Plan, könne die Produktion im Jahr 2024 beginnen.

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