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Polymere Bindemittel Wacker erweitert Produktionskapazität für Dispersionen in Burghausen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Wacker Chemie erweitert seine bestehenden Produktionsanlagen für polymere Bindemittel in Deutschland. Der Münchner Chemiekonzern errichtet an seinem Standort Burghausen einen weiteren Dispersionsreaktor mit einer Jahreskapazität von 60.000 t. Für den Ausbau der Produktion und der Infrastruktur vor Ort sind Investitionen von rund 25 Millionen Euro vorgesehen. Die Anlage soll noch vor Ende dieses Jahres fertiggestellt werden.

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Einheben des Vormischbehälters in das Produktionsgebäude: Im Wacker-Stammwerk Burghausen werden Dispersionen und Dispersionspulver hergestellt, die als Bindemittel unter anderem in der Bau-, Beschichtungs- und Klebstoffindustrie Verwendung finden.
Einheben des Vormischbehälters in das Produktionsgebäude: Im Wacker-Stammwerk Burghausen werden Dispersionen und Dispersionspulver hergestellt, die als Bindemittel unter anderem in der Bau-, Beschichtungs- und Klebstoffindustrie Verwendung finden.
(Bild: Georg Willmerdinger / Wacker Chemie)

München, Burghausen – Die Dispersionen von Wacker werden häufig zur Formulierung von geruchs- und emissionsarmen Innenfarben verwendet, aber auch in Putzen, Klebstoffen, Teppichanwendungen oder technischen Textilien. Darüber hinaus sind sie der wichtigste Rohstoff zur Produktion polymerer Dispersionspulver für Bauanwendungen, die Wacker mittels Sprühtrocknung ebenfalls am Standort Burghausen herstellt.

„Der Ausbau unserer Dispersionsproduktion in Burghausen ist Teil unserer Strategie, mit Erweiterungen bestehender Produktionsanlagen weiter profitabel zu wachsen“, erläutert Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender von Wacker Chemie, den Hintergrund der Investitionsmaßnahme. „Die zusätzlichen Kapazitäten stärken unsere Marktposition und helfen uns, die stetig wachsende Nachfrage unserer Kunden langfristig zu begleiten“, sagt der Konzernchef.

Polymere Bindemittel sind weltweit gefragt

Wacker trägt auf diese Weise dem global steigenden Bedarf an qualitativ hochwertigen polymeren Bindemitteln Rechnung, der von weltweiten Trends wie Urbanisierung, Renovierung und Energieeffizienz vorangetrieben wird. Neben dem neuen Reaktor investiert der Konzern auch in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur vor Ort. „Damit leisten wir nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren, sondern auch zur kosteneffizienten Produktion unserer Dispersionen und Dispersionspulver“, erklärte Peter Summo, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Polymers.

Wacker hat mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Dispersionen und Dispersionspulvern und ist heute ein weltweiter Technologie- und Marktführer auf dem Gebiet Vinylacetat-basierender Co- und Terpolymere. Die Bindemittel werden u.a. in der Bau-, Farben-, Beschichtungs- und Klebstoffindustrie verwendet, z.B. zur Formulierung von hochwertigen Fliesenklebern, wasserabweisenden zementären Dichtungsschlämmen, energiesparenden Wärmedämmverbundsystemen, oder geruchs- und emissionsarmen Innenfarben.

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