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Currenta Vom Klimaschutzprogramm zum dauerhaften Energiemanagement

| Redakteur: Gerd Kielburger

Ziel erreicht und doch hat man sich erst auf einen dauerhaften Weg gemacht! Der Chempark-Betreiber Currenta hat mit seinem vor fünf Jahren gestarteten Klimaschutzprogramm Effizienzklasse A++ die selbst formulierte Zielmarke von 200.000 t CO2-Ersparnis übertroffen. Nach Abschluss aller rund 230 Projekte in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen wird das Ziel im Laufe des Jahres mit fast 210.000 Tonnen CO2 um fünf Prozent übertroffen. Intelligentes Energiemanagement soll jetzt zur Daueraufgabe werden.

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Durch Modernisierung der Thermischen Abluftverbrennungsanlage (TVA) hat Currenta seinen CO2-Ausstoß nachhaltig um etwa 30.000 t gesenkt. Diese im Chempark Dormagen Ende 2009 abgeschlossene Maßnahme leistet den stärksten Beitrag zum Currenta-Klimaschutzprogramm Effizienzklasse A++, das jetzt nach 5 Jahren zum Abschluss kam.
Durch Modernisierung der Thermischen Abluftverbrennungsanlage (TVA) hat Currenta seinen CO2-Ausstoß nachhaltig um etwa 30.000 t gesenkt. Diese im Chempark Dormagen Ende 2009 abgeschlossene Maßnahme leistet den stärksten Beitrag zum Currenta-Klimaschutzprogramm Effizienzklasse A++, das jetzt nach 5 Jahren zum Abschluss kam.
(Bild: Currenta)

Die hocheffiziente Energieversorgung ist eine der zentralen Aufgaben beim Chemiepark-Betreiber Currenta. Das im Jahr 2008 selbst initiierte Klimaschutzprogramm A++ konnte jetzt mit Erfolg zum Abschluss gebracht werden. „Wir sind stolz mit diesem Programm nachhaltig einen aktiven Beitrag für künftige Generationen, die Umwelt und die Wettbewerbsfähigkeit leisten zu können", betonte Dr. Joachim Waldi, Geschäftsführer der Currenta GmbH & Co. OHG, am 15. April auf einer Pressekonferenz in Leverkusen. In Summe senkt das Unternehmen damit seine CO2-Emissionen dauerhaft um mehr als 17 Prozent.

In Summe mehr als 230 Einzelprojekte

Wie Dr. Waldi betont, lebte das Klimaschutzprogramm A++ vor allem durch Ideen der Mitarbeiter, die aufzeigten, wo und wie sich Energie sparen und dauerhaft Klimaschutz realisieren lässt. "Wir haben sowohl ins Unternehmen hineingehorcht als auch die Fach- und Verfahrenskenntnisse unserer Techniker und Ingenieure genutzt", schildert Projektleiter Theodor Bonkhofer das Vorgehen. So konnten immer mehr technische und betriebliche Optimierungen verwirklicht werden. 203 Projekte wurden fertiggestellt und weitere 31 Projekte plus 52 Kleinstmaßnahmen laufen noch. Beim Blick auf die drei Chempark-Standorte wird Leverkusen mit 43 Prozent den größten Beitrag bei der Ersparnis von fast 210.000 Tonnen CO2 leisten, gefolgt von Krefeld-Uerdingen mit 30 Prozent und 27 Prozent in Dormagen.

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Methodische Weiterentwicklung zum Energiemanagement

Im Laufe der Jahre gestaltete sich die Suche nach Einsparpotenzialen, wie sie vor allem punktuell in den Kraftwerken und Verbrennungsanlagen gefunden werden konnten, aber auch immer schwieriger. Ließen sich 2008 mit einem Projekt durchschnittlich noch 1.100 Tonnen CO2 einsparen, so fiel der Wert bei gleich großem Engagement vier Jahre später mit 350 Tonnen Klimagasreduzierung um den Faktor drei kleiner aus. Nun sei man an einem Punkt angekommen, wo man das Klimaschutzprogramm methodisch weiter entwickeln müsse, um weiterhin wichtige Beiträge für mehr Energieeffizienz leisten zu können", so Bonkhofer.

Die Betreibergesellschaft wird ihr Klimaschutzengagement nachhaltig mit einem Energiemanagement-System fortsetzen. "Das ist die konsequente Weiterentwicklung von A++. Wir werden nun alle Energieverbräuche ganzheitlich betrachten und analysieren, um jedes Jahr weiterhin signifikant Energie sparen und zum Klimaschutz beitragen zu können", erklärt Waldi. Die Zielmarke hier liegt bei jährlich bei bis zu zwei Prozent. Vor diesem Hintergrund hat man sich entschieden, als Nachfolger ein Energiemanagement-System einzuführen. "Bei diesem ganzheitlichen Ansatz werden nun sämtliche Energieströme und -verbräuche in den Currenta eigenen Anlagen und -Gebäuden anhand von Energieeffizienzanalysen untersucht und bewertet", erläutert der den Systemaufbau leitende Frank Schulze.

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