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Abfüllen und Etikettieren

Vom Abfüllen bis zum Etikettieren – neue Maschinen setzen auf Geschwindigkeit

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Insbesondere bei der Abfüllung von Blockbustern ist Schnelligkeit gefragt. Damit der gesamte Prozess im Takt bleibt, ist es entscheidend, dass auch die nachfolgenden Arbeitsschritte mit dem Tempo mithalten können. Bei Abfüll- und Verschließmaschinen bewegen sich Entwickler in einem Spannungsfeld zwischen Hochleistungstakt, pharmazeutischer Sicherheit und trotzdem einfacher Bedienbarkeit.

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Bis zu 60 000 Spritzen pro Stunde verarbeitet die neue Spritzenfüll- und Verschließmaschine. Bild: Bausch+Ströbel
Bis zu 60 000 Spritzen pro Stunde verarbeitet die neue Spritzenfüll- und Verschließmaschine. Bild: Bausch+Ströbel
( Archiv: Vogel Business Media )

All diese Anforderungen wurden nun in der neuen SPS-gesteuerten Spritzenfüll- und Verschließmaschine SFM 5072 integriert. Diese wurde für den industriell orientierten Hochleistungsbereich zur nestweisen Verarbeitung von Einmalspritzen entwickelt und folgt dem System Hypak SCF. Dabei werden die Spritzenkörper in Nestern steril und füllfertig vorbereitet angeliefert. Sämtliche nachfolgend erforderlichen Arbeits- und Transportschritte bewerkstelligt die Maschine vollautomatisch und pharmagerecht bei einer Maschinenleistung bis 60 000 Stück pro Stunde.

Bereits bei der Konzeption dieser Anlage haben die Entwickler sämtliche Anforderungen in Bezug auf eine Sterilproduktion berücksichtigt und durch entsprechende Konstruktionen verwirklicht.

So ermöglichen Design, Aufbau und die Anordnung aller Aggregate eine optimale Laminarflow-Beflutung. Auch die Materialauswahl (Edelstahl ASI 316 L und hochwertige Kunststoffe) sowie die Oberflächenbeschaffenheit aller Maschinenteile im Arbeitsbereich gewährleisten die problemlose Reinigung und Sterilisierung.

Die klare, übersichtliche Maschinenkonzeption begünstigt den problemlosen Einsatz dieser Abfüllanlage innerhalb vollautomatischer Produktionslinien. Ebenso gewährleistet diese Bauweise die optimalen Voraussetzungen für den Betrieb in Verbindung mit einem geschlossenen Barrieresystem (RABS) oder einem Isolator.

Abgestimmter Transport

Mit Transportriemen werden die Spritzenkörper im Anliefergebinde (TUB) zum Arbeitsbereich der Maschine gebracht. Zunächst wird das Nest aus dem Anliefergebinde entnommen und in den formatgerechten, objektzentrierenden Nesthalter übergeben. Dann wird es unter die Füll- und Verschließstation transportiert.

Zwei servomotorgesteuerte Kreuztischaggregate transportieren das Nest im Arbeitsbereich zeitoptimiert. Gefüllt wird mit frei programmierbarer Füllnadelbewegung. Die Dosiereinheit ist mit einem Zeit-Druck-Dosiersystem ausgerüstet, alternativ steht eine Dosierstation mit ventillosen Drehkolbenpumpen zur Verfügung.

Anschließend startet die IPC-Kontrolle mit Tara- und Bruttowiegung der kompletten Nestreihen. Die Kolbenstopfen werden mit einer Transportkombination aus Zuführbunker, Sortiervibrator und zehnbahniger Linearförderstrecke zugeführt.

Im Bereich der Linearförderstrecke werden die Kolbenstopfen auf der dem Produkt abgewandten Seite transportiert. Erst unmittelbar vor dem Einsetzen werden die Kolbenstopfen mit dem Übergabewerkzeug gewendet und druckfrei über dem Füllspiegel positioniert. So können die Kolbenstopfen druckfrei eingesetzt werden. Anschließend wird das Nest aus dem Nesthalter entnommen und in das Anliefergebinde zurück gesetzt.

Dank eines Terminals mit Klartextanzeige lässt sich die SFM 5072 einfach bedienen. So ist ein werkzeugloser Formatwechsel durch den Austausch kompletter Formatsätze und der Eingabe am Terminal problemlos möglich. Interessant dürften für den Anwender auch die Ausbaumöglichkeit zu einer multifunktionalen Verarbeitungsanlage sein.

Damit lassen sich vorgeschaltete Arbeitsgänge wie Dekontamination der Verpackung, Öffnen der Umverpackung, Entfernen der Deckelfolie und des Vlieses sowie die Weiterverarbeitung wie Entnesten, Prüfen, Etikettieren, Montieren von Kolbenstangen, Einlegen in Zwischenlagergebinde, Verkettung mit Tiefzieh- bzw. Endverpackungsmaschinen integrieren. So bleibt alles im Takt.

Vollautomatische Etikettiermaschine

Auch bei diesem SPS-gesteuerten Vollautomat ist Tempo angesagt. Die ESA 1025 etikettiert sämtliche, auch nicht standfeste Objekte wie Ampullen, Vials, Karpulen etc. mit Durchmessern von 7,5 bis 36 mm und einer Gesamthöhe bis 140 mm. Die Maschine besitzt eine Leistung von 48 000 Stück pro Stunde und verarbeitet alle Arten von Selbstklebeetiketten auf Rollen bis zu einem Durchmesser von max. 400 mm.

Ein servomotorgesteuerter Etikettenspender bewerkstelligt den schonenden, sicheren Bandtransport und gewährleistet damit die präzise Etikettierung jedes einzelnen Objekts. Mit einer Reihe von elektronischen Kontroll-einrichtungen werden sämtliche Funktionen der Maschine nach dem Prinzip „Qualität vor Quantität bei höchstmöglicher Ausbringung“ gesteuert und überwacht.

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