Neste-Raffinerie in Rotterdam Weltweit größter SOEC-Elektrolyseur nimmt Betrieb auf

Quelle: Neste 2 min Lesedauer

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Mit der Inbetriebnahme des weltweit größten Hochtemperatur-Elektrolyseurs in der Neste-Raffinerie Rotterdam erreicht das EU-Projekt Multiplhy einen wichtigen Meilenstein. Die Anlage auf Basis der SOEC-Technologie von Sunfire demonstriert, wie grüner Wasserstoff fossile Energieträger in der Raffinerieindustrie ersetzen kann.

Der von Sunfire entwickelte Hochtemperatur-Elektrolyseur im Multiplhy-Projekt produziert in der Neste-Raffinerie Rotterdam mehr als 60 kg grünen Wasserstoff pro Stunde(Bild:  Neste)
Der von Sunfire entwickelte Hochtemperatur-Elektrolyseur im Multiplhy-Projekt produziert in der Neste-Raffinerie Rotterdam mehr als 60 kg grünen Wasserstoff pro Stunde
(Bild: Neste)

Das wegweisende Multiplhy-Projekt zur Demonstration der grünen Wasserstoffproduktion hat den nächsten Meilenstein erreicht: Der weltweit größte Hochtemperatur-Elektrolyseur (HTE) im Multi-Megawatt-Bereich in industrieller Umgebung wurde von den Projektpartnern erfolgreich in Betrieb genommen.

Das Pilotprojekt demonstriert, dass grüner Wasserstoff eine echte Alternative zu fossilem Wasserstoff in der Raffinerieindustrie darstellen könnte. Der Ersatz durch grünen Wasserstoff ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Treibhausgasemissionen des Sektors zu senken. Im nächsten Schritt des Demonstrationsprojekts wird ein Testprogramm die Leistungsmerkmale der Technologie validieren.

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Multiplhy ist ein Demonstrationsprojekt mit den Konsortialpartnern Neste, Sunfire, CEA und Engie. Der Hochtemperatur-Elektrolyseur stammt vom deutschen Elektrolysehersteller Sunfire, die Wasserstoffaufbereitungseinheit (HPU) liefert die SMS Group. Neste ist für die Integration in die Raffinerie zuständig und übernimmt mit Sunfire den Betrieb der Anlage. Das Projekt wird vom öffentlichen Forschungsinstitut CEA koordiniert, während Engie für die techno-ökonomische Bewertung verantwortlich ist.

„Das Multiplhy-Projekt hat Neste wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse in der industriellen Produktion von grünem Wasserstoff geliefert. Wir prüfen verschiedene Wege, um fossilen Wasserstoff in unseren Raffinerieprozessen zu ersetzen und die Treibhausgasemissionen in unseren eigenen Betrieben zu senken. Dieses Demonstrationsprojekt zeigt auch, wie wichtig die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist“, sagt Jukka Kanerva, Senior Vice President Renewable Refining bei Neste.

Der in die Prozesse der Neste-Raffinerie integrierte Elektrolyseur basiert auf der SOEC-Technologie (Solid Oxide Electrolysis Cell) von Sunfire. Mit seinen zwölf Modulen und einer Leistung von 2,6 MW ist er der weltweit größte Hochtemperatur-Elektrolyseur, der bislang in einer industriellen Umgebung installiert wurde. Das System arbeitet bei einer Prozesstemperatur von 850 °C und erzeugt mehr als 60 kg grünen Wasserstoff pro Stunde. Durch die Nutzung von Prozesswärme benötigt der Hochtemperatur-Elektrolyseur deutlich weniger Strom als andere marktübliche Lösungen – und erreicht so eine besonders hohe Effizienz von bis zu 84 %.

„Dank ihrer einzigartigen Effizienz werden unsere Hochtemperatur-Elektrolyseure auf SOEC-Basis in vielen Anwendungen mit verfügbarer Abwärme die bevorzugte Lösung sein. Das Multiplhy-Projekt zeigt, dass sich unsere innovative Technologie im industriellen Maßstab integrieren lässt. Wir sind stolz auf diesen wichtigen Meilenstein“, betont Nils Aldag, CEO von Sunfire.

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