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Stellungnahme VIK fordert Harmonisierung des Green Deal mit EU-Industriestrategie

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die angekündigte Harmonisierung des Green New Deals mit einer zukünftigen EU-Industriestrategie ist nach Ansicht der VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. ein essentieller Baustein für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Europa. Der Verband forderte in einer Stellungnahmen die Harmonisierung jetzt dringend voranzubringen.

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VIK: Green Deal muss mit EU-Industriestrategie harmonisiert werden
VIK: Green Deal muss mit EU-Industriestrategie harmonisiert werden
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Berlin – Die EU-Kommission hat in ihren Plänen für einen Green Deal noch einmal deutlich die Zielvorgaben zur CO2-Einsparung auf mindestens 50 % bis zum Jahr 2030 angehoben. Diese Verschärfung des Ambitionsniveaus erfolgt vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über die voraussichtliche Verfehlung des angestrebten 2-Grad-Ziels sowie der gesellschaftlichen Diskussion. Dennoch muss dabei im Blick behalten werden, dass selbst in Bezug auf die bisher angesetzten CO2-Einsparziele noch nicht hinreichend klar ist, wie diese erreicht werden. Vielmehr steht die Umsetzung noch am Anfang und für viele Fragen, beispielsweise zu einer bezahlbaren und ausreichenden Versorgung mit Wasserstoff, sind noch unbeantwortet.

Der VIK begrüßt daher, dass die notwendige Transformation der Industrie und die dafür erforderlichen, massiven Investitionen von der EU-Kommission ins Zentrum der Betrachtungen rücken sollen. Auch der Ansatz, den Green Deal als Europas neue Wachstumsstrategie zu sehen und damit Klimaschutz mit Wirtschaftswachstum zu verknüpfen, wertet der VIK positiv. Die Industrie sei ein wichtiger Partner beim Klimaschutz. Damit aus Klimaschutzvorgaben jedoch tatsächlich ein Wachstumsmotor werde, brauche es eine bedachte, zielführende Ausgestaltung, bei der neben wichtigen Investitionsanreizen und konkreter finanzieller Unterstützung auch ein adäquater Carbon-Leakage-Schutz verankert werde, so Barbara Minderjahn, Hauptgeschäftsführerin des VIK.

Um die zukünftige EU-Industriestrategie mit einem verschärften Klimaschutzengagement zu verzahnen, sollte ein intensiver Austausch im Rahmen eines strukturierten Dialogprozesses erfolgen, hieß es in der Stellungnahme. Hier müsse offen über die konkreten Auswirkungen für die Wirtschaft und die Gesellschaft und über notwendige begleitende Maßnahmen diskutiert werden. Denn nur gemeinsam mit der Industrie und der Gesellschaft könne Klimaschutz gelingen.

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