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Plant Asset Management

Viel mehr als Instandhaltung: Plant Asset Management ist eine vielschichtige Aufgabe

| Autor/ Redakteur: Tim Henrichs und Dr. Thomas Schmidt / Jörg Kempf

Technische Produktionsmittel optimal zu nutzen, ist eine wichtige Voraussetzung für industrielle Effizienz und Profitabilität. Wie vielschichtig diese Optimierungsaufgabe ist, verdeutlichen so unterschiedliche Aspekte wie Fahrweise, Auslastung und Verfügbarkeit, Automatisierungsgrad, Wartungs- und Instandhaltungs (IH)-Konzepte, Erweiterungs- und Modernisierungsplanung. Plant Asset Management (PAM) ist Strategie und Werkzeug zugleich auf diesem Weg zur Asset Excellence.

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Abb. 1: Komponenten eines Plant Asset Management-Systems von Yokogawa
Abb. 1: Komponenten eines Plant Asset Management-Systems von Yokogawa
( Bild: Yokogawa )

Asset Excellence beginnt mit dem ordnungsgemäßen Funktionieren jeder einzelnen Anlagenkomponente und reicht bis zur Manufacturing Execution-Ebene. Auch der nachvollziehbare KPI-basierte Abgleich mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und Vorgaben aus dem ERP-System oder eine planvolle Beschaffung und Bevorratung von Ersatzteilen entscheiden darüber, ob eine Anlage langfristig optimal arbeitet. Denn Asset Excellence soll nicht nur punktuell erreicht, sondern über die gesamte Betriebszeit der Anlage erhalten werden.

Vier grundlegende Anforderungen müssen erfüllt sein, um auf einem systematischen Weg Asset Excellence zu erreichen:

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1. Verlässlich funktionierende Anlagenkomponenten sind eine Grundvoraussetzung für sicheren, störungsfreien und produktiven Betrieb.

2. Praxistaugliche Wartungs-, Konfigurations- und IH-Konzepte unterstützen die Betriebsmannschaft dabei, einen optimalen Anlagenzustand zu erhalten.

Fortgeschrittene Technologien erlauben es, auch komplexe Anlagensituationen sicher zu beherrschen und optimale Fahrweisen zu wählen. Sie ermöglichen zudem Vorhersagen über den künftigen Betriebszustand und damit vorausschauende Aktivitäten zum Erhalt der Asset Excellence. Dazu gehören:

3. Intelligente Diagnosesysteme für Feldgeräte und Apparate, Regelkreise, Teilanlagen sowie ganze Anlagen bzw. Betriebe;

4. Analyse- und Prognosewerkzeuge mit geeigneter Visualisierung der Ergebnisse zur kontinuierlichen Effizienzverbesserung über den Lebenszyklus der Anlage hinweg.

Besonders die beiden letztgenannten Aspekte tragen wesentlich dazu bei, zuvor ungenutzte Potenziale im Plant Asset Management zu realisieren. Bei Yokogawa stehen der Plant Resource Manager (PRM), unterstützt von den Konfigurationswerkzeugen Fieldmate und Patrolmate, und die InsightSuite AE (kurz für Asset Excellence) im Vordergrund der PAM-Strategie (Abb. 1).

Informationen nutzen statt Datenfriedhöfe füllen

Das PRM-System sammelt und verwaltet relevante Daten aus unterschiedlichsten Quellen, etwa aus der direkten Kommunikation mit Feldgeräten, aus Diagnosedateien von Fremdsystemen oder aus manuellen Eingaben des Bedien- und Wartungspersonals. Es analysiert, bewertet und verdichtet sie zu benutzerfreundlichen Informationen und visualisiert die Ergebnisse. Dafür verfügt PRM über einen „Device Viewer“, der Diagnoseparameter übersichtlich darstellt.

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