Plant Asset Management

Viel mehr als Instandhaltung: Plant Asset Management ist eine vielschichtige Aufgabe

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Das System kann EDD und DTM-Informationen anzeigen sowie gerätespezifische Diagnosewerkzeuge für spezielle Geräte integrieren. Auf dieser Basis kann die Betriebsmannschaft gezielt Einfluss auf den Anlagenzustand nehmen. Nicht zuletzt aufgrund leistungsfähiger Kommunikationsprotokolle wie FOUNDATION Feldbus (FF) H1 oder HART und standardisierter Schnittstellen wie OPC sind heute Diagnosedaten in großer Menge und von zahlreichen Komponenten verfügbar.

Dabei setzt sich die Kategorisierung nach der Namur-Empfehlung NE107 (Selbstüberwachung und -diagnose von Feldgeräten) immer weiter durch. Die Daten stammen aus unterschiedlichen Komplexitätsebenen:

• Selbstdiagnose auf Geräte- bzw. Aggregatebene (z.B. Sensoren, A/D-Wandler, Verstärker, aber auch Pumpen und Ventile);

• Diagnosefunktionen im Systemumfeld (z.B. Vibration, Signalübertragung);

• Regelkreis- und Unit-Diagnose (z.B. Ventilfunktion, Effizienz von Wärmetauschern und rotierenden Aggregaten);

• Integrierte Performancedaten für Teil- oder Gesamtanlage (z.B. Energieausnutzung, Systemverfügbarkeit/Durchsatz).

Entsprechend komplex ist auch der Funktionsumfang des PRM und des integrierten Diagnose- und Logikwerkzeugs PAA (PRM Advanced Diagnostic Application). Er reicht von der Verarbeitung von Geräte-Statusinformationen über statistische Analysen von Signalen bis hin zur Verdichtung zu Geräte-, System- und Anlagen-KPIs (Key Performance Indicators).

Dabei nutzt PAA das gesamte Spektrum von Statusinformationen aus dem PRM. Es kann diese Informationen korrelieren, logisch zu KPIs verknüpfen und deren Vertrauensbereiche überwachen. Verlässt ein KPI den Vertrauensbereich, werden eine Meldung bzw. eine Handlungsanweisung generiert und sinnvoll übermittelt, z.B. an das Leitsystem oder ein Wartungs-Management-System.

Wissen, was morgen sein wird

Die InsightSuite AE erweitert die Möglichkeiten von PRM, um – über eine Momentaufnahme des aktuellen Anlagenzustandes hinaus – auch historische Daten unter verschiedensten Aspekten zu analysieren und daraus Trendaussagen bzw. Prognosen über den künftigen Anlagenzustand abzuleiten. Dabei werden Meldungen und Alarme spezifischen Geräten bzw. (Teil)systemen zugeordnet. Daraus können verschiedene Ergebnisse abgeleitet werden, zunächst eine lebenslange Historie jeder einzelnen Anlagenkomponente.

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