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Radar-Füllstandmessung

Vega peilt mit seinen 80 GHz-Radar-Füllstandsensoren die 100.000-Marke an

| Autor: Dr. Jörg Kempf

80 GHz gehen um die Welt: Schlüssel zum Erfolg war es für Vega von Anfang an, die Anwender für die Technologie zu begeistern – rund um den Globus.
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80 GHz gehen um die Welt: Schlüssel zum Erfolg war es für Vega von Anfang an, die Anwender für die Technologie zu begeistern – rund um den Globus. (Bild: Vega; ©sdecoret - stock.adobe.com; [M]GötzelHorn)

... und das nach gerade einmal knapp vier Jahren. Die Schwarzwälder Radarexperten waren selbst überrascht, dass der doch recht konservative Markt die neue Technologie so schnell annimmt. Ein Blick zurück – und nach vorn.

Braucht die Schüttgutwelt eigentlich ein neues Radar-Füllstandmessgerät? So lautete die Frage, als Vega 2014 mit dem Vegapuls 69 einen Sensor auf den Markt brachte, der mit der hohen Frequenz von 80 GHz arbeitete. Die Antwort der Entwickler war ein überzeugtes „Ja“. Denn obwohl die damals verfügbaren Radarsensoren einen großen Teil des Schüttgutbereichs abdecken konnten, gab und gibt es immer wieder Anwendungen, in denen eine bessere Fokussierung oder ein größerer Dynamikbereich zu deutlich besseren Messergebnissen führen. Die 80 GHz machten es ab sofort möglich – und eine beispiellose Erfolgsstory nahm ihren Lauf. Zwei Jahre später folgte der Vegapuls 64 für Flüssigkeiten. In diesem Jahr wollen die Schiltacher die magische Marke knacken: Dann soll es die 100.000ste Applikation mit der 80-GHz-Technologie geben.

Von dieser rasanten Entwicklung war Vega selbst überrascht. Die beiden Produktmanager für Radar, Jürgen Skowaisa und Clemens Hengstler, erinnern sich: „Bei Schüttgütern wussten wir 2014 schon, was für ein Potenzial die 80 GHz-Technologie hat. Der Vegapuls 69 hatte in allen Tests überzeugt und wir waren sicher, dass er erfolgreich sein wird.“

Der Weg bis zum Vegapuls 64 für Flüssigkeiten war aber noch lang. So ahnten die Füllstandspezialisten zwar, dass die hohe Frequenz auch bei Flüssigkeiten Vorteile hat, „aber bis wir einen Sensor mit dieser Performance, wie sie der Vegapuls 64 heute bietet, entwickeln konnten, war noch viel Zeit und Aufwand nötig“, weiß Hengstler. Und Skowaisa ergänzt: „Wir ahnten nicht im geringsten, dass wir einen so guten Sensor entwickeln können. Dennoch waren wir uns sicher, dass diese Technologie etwas ändern wird, weshalb wir auch mit aller Kraft daran gearbeitet haben.“

Was die Technologie geändert hat und welche Herausforderungen und Probleme bisheriger Messtechnik dank 80 GHz gelöst werden konnten, zeigen ausgewählte Applikationsbeispiele aus verschiedenen Branchen (siehe Bildergalerie auf der nächsten Seite).

Schlüssel zum Erfolg war es für Vega von Anfang an, die Anwender für die Technologie zu begeistern. In dieser Mission waren Skowaisa und Hengstler rund um den Globus unterwegs, um die 80 GHz aus dem Schwarzwald in die Welt zu tragen. Eine Tour de Force, auf der die beiden Produktmanager etliche Kilometer in ihren Reisetagebüchern verzeichnen konnten.

„Bis auf die Antarktis haben wir eigentlich alle Kontinente bereist“, schmunzelt Skowaisa, „ nach den ersten Reisen hört man auf zu rechnen, aber da kamen schon einige Kilometer zusammen. Und jeder einzelne hat sich gelohnt! Wir konnten so viele Menschen für die 80 GHz-Technologie begeistern – aus unserer Sicht ein unglaublicher Erfolg“, denkt er an so manche Strapaze gerne zurück. Kollege Hengstler stimmt dem zu: „Es war anstrengend, und anstelle von Strand und Sightseeing war der Seminarraum im Hotel angesagt. Aber es hat auch unheimlich viel Spaß gemacht. Jede Reise war ein Erlebnis. Man hat nicht alle Tage ein derartig überzeugendes Produkt, das man präsentieren darf.“

Reiseerinnerungen der besonderen Art

Dass und wie die Begeisterung gelang, zeigte sich u.a. darin, dass viele Teilnehmer ein Selfie mit Referent und Vegapuls gemacht haben. „Auch danach haben wir immer wieder Bilder von Anwendungen bekommen, bei denen ein Vegapuls 64 oder 69 in ganz neuen Anwendungen eingesetzt werden“, freut sich Hengstler über Reiseerinnerungen der besonderen Art. Eines seiner Highlights: Ein Kunde hatte bei einem Vorort-Seminar im Schulungsraum eine besondere Überraschung vorbereitet. Dort stand einer der allerersten Radarsensoren auf dem Tisch – ein ca. 25 Jahre alter Vegapuls 64K. Mit dabei hatte der Kunde auch noch einen alten Laptop, mit dem er den Sensor bedient hat. „Wir konnten also wirklich noch die Echokurve sehen. Es war gigantisch, den neuen Sensor neben der älteren Version zu sehen: den Fortschritt von 6 zu 80 GHz.“

Und wie geht es weiter? „Auch in diesem Jahr werden wir die 80 GHz weiter pushen“, lässt Skowaisa keinen Zweifel offen. Das anteilige Wachstum für 80 GHz soll 2018 weitergehen. „Anfang letzten Jahres hatten wir noch nicht alle Zulassungen für den weltweiten Markt. Allein deshalb werden wir 2018 verstärkt auf 80 GHz setzen. Dazu kommt, dass wir immer neue Anwendungen entdecken, die bis dato nicht für Radarmesstechnik geeignet waren.“

Natürlich steht auch die Achema 2018 unter dem Motto 80 GHz. „Wer bis jetzt noch nicht davon überzeugt ist, sollte uns auf jeden Fall am Stand besuchen. Da gib es viel zu erleben. Lassen Sie sich überraschen!“, verspricht Skowaisa. In Halle 11.1, Stand C63 demonstrieren Skowaisa und Hengstler in täglichen Live-Vorführungen die Stärken von Vegapuls 64 und Vegapuls 69.

Lesen Sie auf der nächsten Seite ein Interview mit den beiden Produktmanagern Radar bei Vega, Jürgen Skowaisa und Clemens Hengstler. Eine Bildergalerie verdeutlicht die Vorteile der 80 GHz-Technologie anhand ausgewählter Anwendungsbeispielen aus verschiedenen Branchen.

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