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Gemeinsame Erklärung zur Corona-Krise VCI und IG BCE: „Chemiebranche ist systemrelevant...“

| Redakteur: Alexander Stark

Angesichts der schweren Corona-Krise suchen die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie den Schulterschluss. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und die IG BCE haben deshalb eine gemeinsamen Erklärung veröffentlicht.

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IG BCE und VCI wollen alles ihnen Mögliche dazu beitragen, die Corona-Krise lösen zu helfen und deren soziale und wirtschaftliche Folgen abzumildern.
IG BCE und VCI wollen alles ihnen Mögliche dazu beitragen, die Corona-Krise lösen zu helfen und deren soziale und wirtschaftliche Folgen abzumildern.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Frankfurt am Main – Die Sozialpartner der Chemiebranche haben sich darauf geeinigt, alles ihnen Mögliche dazu beizutragen, die aktuelle Krise zu bewältigen und deren soziale und wirtschaftliche Folgen abzumildern. Dazu gehöre auch ein vorbildlicher Gesundheitsschutz in den Unternehmen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Entscheidung des Bundesrats, umfangreiche wirtschaftliche Hilfspaket zu schnüren, begrüßten VCI und IG BCE als richtigen und wichtigen Schritt. Gleichzeitig wurde das Infektionsschutzgesetz novelliert: Es gibt dem Bundesgesundheitsministerium in Zeiten der Epidemie eine umfassende Ermächtigung, Maßnahmen zur Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Betäubungsmitteln, Hilfsmitteln, Labordiagnostik, Schutzausrüstung und Desinfektion zu treffen. Alle diese Produkte stammen aus der Chemie- und Pharmaindustrie. Deshalb ist die Branche nach Auffassung der Sozialpartner systemrelevant: Vom Grundstoff angefangen, müsse die gesamte Wertschöpfungskette der chemisch-pharmazeutischen Industrie zwingend erhalten bleiben.

Um das Gesundheitssystem arbeitsfähig zu halten, sei für die chemisch-pharmazeutische Industrie sicher zu stellen, dass die Beschäftigten auch bei eventuellen Ausgangssperren an ihren Arbeitsplatz gelangen dürfen, die Rohstoffversorgung in unseren Lieferketten gewährleistet ist und der Transport für die im Epidemie-Gesetz genannten Produkte und deren Lieferketten gesichert wird.

Für den Erhalt der rund 465.000 Arbeitsplätze in den Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie müsse alles getan werden. Insbesondere für den industriellen Mittelstand, aber auch für große Unternehmen stünden kurzfristig die Liquidität, die erweiterten Kurzarbeitsregeln, Steuerstundungen und Fälligkeitsverschiebungen, Bürgschaften und zinslose Kredite im Vordergrund. Vieles davon greife die Bundesregierung in ihrem Maßnahmenpaket auf, begrüßten beide Seiten. Allerdings müssten noch weitere Maßnahmen folgen.

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