Quartalszahlen mit Ergebnisplus Über den Erwartungen: BASF legt vorläufige Zahlen für 2020 vor

Redakteur: MA Alexander Stark

Das operative Geschäft der BASF-Gruppe verlief im vierten Quartal 2020 besser als erwartet, teilt der Konzern mit. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum auf 15,9 Milliarden Euro verglichen mit 14,7 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Auch das Gesamtjahresergebnis 2020 sieht lange nicht so schlimm aus, wie befürchtet wurde.

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BASF konnte das Schlussquartal 2020 besser abschließen, als von den Analysten erwartet.
BASF konnte das Schlussquartal 2020 besser abschließen, als von den Analysten erwartet.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Durch die höhere Nachfrage nach Produkten von BASF, konnte der Konzern das Jahr 2020 besser abschließen, als von Analysten prognostiziert. So stieg der Umsatz im vierten Quartal 2020 um 8 % auf 15,9 Milliarden Euro. Der Umsatz der Gruppe lag 2020 mit voraussichtlich 59,15 Milliarden Euro zwar unter dem Vorjahreswert von 59,32 Milliarden Euro, aber über dem Analystenkonsens sowie über der Prognose des Unternehmens selbst.

Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit voraussichtlich 1,1 Milliarden Euro um 32 % über dem Wert des Vorjahresquartals (viertes Quartal 2019: 842 Millionen Euro) und leicht über der höchsten Analystenschätzung. Gegenüber dem dritten Quartal 2020 erhöhte sich das Ebit vor Sondereinflüssen im vierten Quartal 2020 voraussichtlich um 532 Millionen Euro (drittes Quartal 2020: 581 Millionen Euro).

Die durchschnittlichen Analystenschätzungen für das Ebit vor Sondereinflüssen der Segmente wurden im vierten Quartal 2020 deutlich übertroffen von Materials, Chemicals und Industrial Solutions. In den Segmenten Surface Technologies und Nutrition & Care lag das Ebit vor Sondereinflüssen leicht unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen, während es im Segment Agricultural Solutions, vor allem aufgrund negativer Währungseffekte, deutlich hinter dem Analystenkonsens zurückblieb. Bei Sonstige war das Ebit vor Sondereinflüssen weniger negativ als von Analysten durchschnittlich erwartet.

Im Gesamtjahr 2020 lag das Ebit vor Sondereinflüssen der Gruppe bei voraussichtlich 3,56 Milliarden Euro und somit über der im Oktober 2020 prognostizierten Spanne von 3,0 bis 3,3 Milliarden Euro und leicht über der höchsten Analystenschätzung. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Ebit vor Sondereinflüssen des Vorjahres von 23 % (2019: 4,64 Milliarden Euro). Dieser resultierte dem Unternehmen zufolge insbesondere aus den gegenüber 2019 deutlich geringeren Ergebnisbeiträgen der Segmente Chemicals, Surface Technologies, Materials und Agricultural Solutions. Das Ebit vor Sondereinflüssen des Segments Nutrition & Care sank leicht gegenüber dem Vorjahreswert, das des Segments Industrial Solutions lag auf dem Niveau des Vorjahres. Das Ebit vor Sondereinflüssen von Sonstige fiel deutlich negativer aus als im Jahr 2019.

Das Ebit der Gruppe lag im vierten Quartal 2020 mit voraussichtlich 932 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahresquartals (viertes Quartal 2019: 579 Millionen Euro) und über dem Analystenkonsens. Im Gesamtjahr 2020 ging das Ebit vor allem infolge der nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungen und Restrukturierungsrückstellungen im dritten Quartal 2020 auf –191 Millionen Euro zurück (2019: 4,2 Milliarden Euro), lag damit aber besser als von Analysten im Durchschnitt erwartet.

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