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Turnaround-Management Turnaround-Saison der BIS Group mit Großstillständen in Österreich und Tschechien

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Drei Großprojekte haben der Bilfinger Berger Industrial Services Group (BIS Group) eine erfolgreiche Turnaround-Saison 2011 beschert. Mit Anlagenstillständen und Co. erzielte das Unternehmen ein Umsatzvolumen von mehr als 35 Millionen Euro.

Bis zu 550 Mitarbeiter arbeiteten in Spitzenzeiten bei dem Turnaround mit. (Bild: BIS Group)
Bis zu 550 Mitarbeiter arbeiteten in Spitzenzeiten bei dem Turnaround mit. (Bild: BIS Group)

München – Die BIS Group hat eine erfolgreiche Turnaround-Saison vermeldet: Mit Stillständen unter anderem bei Borealis in Schwechat bei Wien sowie bei Unipetrol RPA und Česká Rafinérská, beide in Litvínov in Tschechien, erzielte das Unternehmen ein Umsatzvolumen von mehr als 35 Millionen Euro. Die Federführung lag bei BIS Chemserv, BIS Czech und Euromont Group.

Turnaround bei Borealis in Schwechat

In etwas mehr als sechs Wochen wurden bei Borealis in Schwechat 7.250 Equipments überprüft und rund 70.000 Arbeitsschritte ausgeführt. Zu Spitzenzeiten waren mehr als 550 Mitarbeiter damit beschäftigt, die Anlagen zur Produktion von Polyolefinen zu überholen. Mehr als ein Jahr nahm die Vorlaufzeit für den Turnaround in Anspruch.

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Die BIS Group war mit insgesamt neun Einzelgesellschaften am Stillstand beteiligt. Erstmals arbeiteten auch Kollegen aus Polen, der Slowakei und Ungarn unter der Federführung der BIS Chemserv in Schwechat. Das Unternehmen übernahm als sogenannter General Contractor die Gesamtverantwortung für Planung, Koordination und Abwicklung des Turnarounds. Das Gesamtvolumen des Stillstands hatte ein Volumen von rund 30 Mio. Euro, von denen etwa 15 Mio. Euro auf die BIS Group entfielen.

Kürzere Stillstandszeiten in Tschechien

Zwei weitere Turnarounds, die zusammen ein Volumen von rund 20 Millionen Euro haben, wurden in der Tschechischen Republik abgeschlossen. BIS Czech führt hier den Stillstand bei Unipetrol RPA in Litvínov durch. Das Unternehmen ist seit 1999 zum vierten Mal mit dieser Aufgabe betraut und verantwortet die Generalüberholung aller mechanischen Teile. Insgesamt werden neun größere Produktionseinheiten instand gehalten und es gilt, 54 Nachunternehmen zu koordinieren. Eine besondere Herausforderung gegenüber früheren Stillständen ist die deutlich kürzere Stillstandszeit.

Bei Česká Rafinérská in Litvínov wurden im September und Oktober 2011 im Rahmen des Stillstands sämtliche Anlagen überholt. Die Euromont Group, eine Tochtergesellschaft der BIS Group, erbringt bei diesem Kunden seit 1996 umfangreiche Instandhaltungsarbeiten für Maschinen und Anlagen und führt seit dem Jahr 2000 die Stillstände der Produktionsanlagen durch. Auch hier war die Stillstandszeit bei gleichem technischen Volumen kürzer als beim letzten Turnaround. Dennoch wurden die Anlagen dem Betreiber fristgerecht übergeben.

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