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Absperrklappe im Test Tri-exzentrisch dicht

| Autor / Redakteur: Michael Vullhorst* / Wolfgang Ernhofer

Klappe entspricht höchsten Anforderungen gemäß TA-Luft und ISO 15848 – Die Wellenabdichtung einer dreifach exzentrischen Absperrklappe überzeugt im Härtetest und steht der Faltenbalg-Abdichtung in nichts nach.

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Die tri-exzentrische Absperrklappe auf dem Prüfstand. Die Dichtung entspricht den hohen Anforderungen der TA-Luft sowie der DIN ISO 15848-1.
Die tri-exzentrische Absperrklappe auf dem Prüfstand. Die Dichtung entspricht den hohen Anforderungen der TA-Luft sowie der DIN ISO 15848-1.
(Bild: Ari Armaturen)

Sowohl die TA-Luft [1] als auch die DIN EN ISO 15848-1 [2] [3] verfolgen das Ziel, Umwelt- und gesundheitsschädliche flüchtige Emissionen zu begrenzen bzw. zu reduzieren. Dabei ist die TA-Luft ein gesamtheitlich deutsches Regelwerk, welches verbindliche technische Anforderungen für genehmigungspflichtige Anlagen nach der 4. Bundesimmissionsschutzverordnung spezifiziert.

Die EN ISO 15848-1 [2] [3] ist eine internationale Norm, welche dem Anwender Bewertungskriterien zur Klassifizierung von Armaturen (Absperr- und Regelorgane) mit dem Ziel der Vergleichbarkeit unterschiedlicher Ausführungen und Fabrikate an die Hand gibt.

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Die Einhaltung der Vorgaben nach TA-Luft gelten zwar nicht nur deutschlandweit als Nachweis hochwertiger Dichtsysteme, allerdings gewinnt die EN ISO 15848-1 [2] [3] im Umfeld der chemischen-, petrochemischen und der Prozessindustrie immer mehr an Bedeutung.

Prüfgrundlagen

Unter dem Absatz 5.2.6.4 „Absperrorgane“ der TA-Luft [1] wird als Stand der Technik zur Abdichtung der Spindeldurchführungen von Absperr- und Regelorganen der metallische Faltenbalg mit nachgeschalteter Stopfbuchse oder gleichwertige Dichtungssysteme genannt. Die technisch bessere Wahl wäre oftmals der teurere Faltenbalg, allerdings wird weiterhin die bewährte Stopfbuchspackung als Spindelabdichtung gewählt. Als gleichwertig werden solche Dichtsysteme angesehen, die im Nachweisverfahren nach VDI 2440 [4] die temperaturspezifischen Leckageraten einhalten.

Der Nachweis nach 3.1.3.3 der VDI ist an einem für das Dichtsystem repräsentativen Prüfling bei Temperaturen, Drücken und Spindel- bzw. Wellenbewegungen zu erbringen, welche die Betriebsbedingungen abdecken. Die Gleichwertigkeit des Dichtsystems ist nachgewiesen, wenn die Leckage für Temperaturen < 250 °C mit einer spez. Leckagerate von 10-4 mbar*l/(sec*m) und für Temperaturen >=250 °C von 10-2 mbar*l/(sec*m) eingehalten ist.

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