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Standortübergreifende Dienstleister schaffen Synergien
Der Markt für Industriedienstleistungen in der Prozessindustrie befindet sich im Wandel. Die Trennung von Chemiegeschäft und Infrastrukturleistungen hat sich vielerorts durchgesetzt. Logistische Prozesse, die vorher Randtätigkeiten waren, sind so zum Kerngeschäft geworden. Auch Evonik Industries entschied sich dazu, Infrastrukturleistungen in einer Site-Service-Einheit zusammenzuführen, wie Dr. Franz Merath, Senior Vice President, Evonik Industries, erläuterte.
An den verschiedenen Unternehmensstandorten fanden aufgrund spezifischer Produkte und logistischer Abwicklungsprozesse unterschiedliche Entwicklungen statt. Um eine umfassende Harmonisierung zu erreichen, sollten Optimierungen daher nur noch im Verbund durchgeführt werden. Voraussetzung dazu war die Bündelung der Standortlogistik. Die Leistungen der Site-Service-Einheit reichen dabei von Prozessstandardisierungen in der Standortlogistik über die Zollabwicklung für europäische Im- und Exporte bis hin zu Transportrisikoanalysen.
Entwicklung eines mittel- und osteuropäischen Netzwerkes
Auch die chemische Industrie und Chemielogistik in den mittel- und osteuropäischen Ländern gewinnt für Deutschland an Bedeutung. In vielen Staaten besteht jedoch noch großes Entwicklungs- und Nachholpotenzial, besonders in den Bereichen der Sicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit der Transportketten. Chemiewerke in Zentral- und Osteuropa verfügen in der Regel über keine Seeschiffanbindungen oder Pipelineverbindungen zwischen einzelnen Werken und sind logistisch nicht auf das erwartet starke Wirtschaftswachstum vorbereitet. Erschwerend kommt hinzu, dass Schienensysteme zwischen Ost und West nicht kompatibel sind und auch noch keine einheitlichen Technik- und Sicherheitsstandards bestehen.
Aus diesem Grund wurde das europäische ChemLog-Projekt ins Leben gerufen, welches von Wolfgang Schnabel, Supply Chain Manager der Dow Olefinverbund GmbH vorgestellt wurde. Ziel des Kooperationsprojektes von Behörden, Chemieunternehmen und Wissenschaftlern ist ein leistungsfähiges mittel- und osteuropäisches Netzwerk für die Logistik aufzubauen und durch einheitliche Standards die Nachhaltigkeit der gesamten Supply Chain abzusichern.
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