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Chemielogistik Trend geht zur Vernetzung von Produktionsstandorten

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Eine optimierte Vernetzung der weltweiten Chemiestandorte ist für die Logistik eine bedeutende Aufgabe, um mit wachsenden Anforderungen an Flexibilität, Transparenz und auch Sicherheit Schritt halten zu können. Welche Trendthemen in diesem Zusammenhang auf dem 29. Deutschen Logistik-Kongress diskutiert wurden, lesen Sie hier.

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Prasad Chandran, Chairman und Managing Director von BASF India, eröffnete die Vortragsreihe zur Chemielogistik beim 29. Deutschen Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in Berlin.
Prasad Chandran, Chairman und Managing Director von BASF India, eröffnete die Vortragsreihe zur Chemielogistik beim 29. Deutschen Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in Berlin.
(Bild: BVL)

Berlin – Der Branchenschwerpunkt Chemielogistik beim 29. Deutschen Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in Berlin zeigte vor allem die Bedeutung einer zunehmenden Vernetzung globaler und regionaler Produktionsstandorte. Vor allem das hohe Wachstum in den BRIC-Staaten und Osteuropa bietet Chancen aber auch Herausforderungen für die Chemielogistik.

Indien - Wachstumsmarkt für die Chemielogistik

Prasad Chandran, Chairman und Managing Director von BASF India, eröffnete die Vortragsreihe zur Chemielogistik. Im Mittelpunkt standen dabei Potenziale und Herausforderungen der Chemielogistik in Indien. Die chemische Industrie ist in der am stärksten wachsenden demokratischen Volkswirtschaft mit sieben Prozent am Bruttoinlandsprodukt beteiligt und einer der Wachstumstreiber der indischen Wirtschaft. Das rasante Wachstum stellt die Logistik des Landes aber auch vor Herausforderungen.

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Nachholbedarf besteht vor allem bei der Infrastruktur. Straßen, Häfen, das Schienennetz und Lagerkapazitäten können trotz großer Fortschritte mit dem Wirtschaftswachstum nicht immer Schritt halten. Auch schwerfällige politische Entscheidungsprozesse führen zu Verzögerungen bei der Umsetzung dringend benötigter Infra-strukturprojekte. Die Bedeutung eines umfassenden Ausbaus der Transport- und Verkehrswege wurde jedoch erkannt, weshalb zahlreiche Infrastrukturprojekte bereits realisiert wurden oder sich in der Umsetzung befinden.

Supply-Chain-Optimierung durch Outsourcing

Um den steigenden Anforderungen an Flexibilität, Kosteneffizienz und Transparenz gerecht zu werden, müssen globale Produktionsstandorte in der Chemielogistik optimal vernetzt sein. Das Outsourcing des Logistik-Managements ist eine Möglichkeit, flexibel auf notwendige Veränderungen im Prozessmanagement zu reagieren und Optimierungen in der Lieferkette vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund berichtete Mathias Dollak, Director Supply Chain Europe bei Sun Chemicals Europe, von den Erfahrungen des Unternehmens mit der Auslagerung der Distributionslogistik.

Der Hersteller von Druckfarben und Pigmenten übergab das Logistikmanagement für seine europäischen Standorte an einen Lead-Logistics-Provider. Neben der so erzielten Zentralisierung der Transportplanung und Frachtkostenabrechnung wurde ein detailliertes KPI-Modell eingeführt, mit dem das Unternehmen die Performance seiner Carrier jederzeit überprüfen kann. Zusätzlich zum strategischen Frachtleistungseinkauf hat das Unternehmen auch die kontinuierlichen Verbesserungsprojekte an seinen 4PL-Dienstleister ausgelagert.

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