Der Folienhersteller Südpack hat mit SPQ ein standardisiertes 7-Farben-Verfahren etabliert, das Farb-, Folien- und Lösemittelverbrauch signifikant reduziert. Das Verfahren verbindet stabile Produktionsprozesse mit spürbaren ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen.
Mit der 7C-Technologie SPQ standardisiert Südpack den Flexodruck auf sieben Farben und reduziert dabei Material- und Energieverbrauch deutlich.
(Bild: Südpack)
Die Umstellung auf einen standardisierten Prozess mit sieben Farben im Flexodruck ist ein konsequenter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Der Folienhersteller Südpack hat sich bewusst im Rahmen seiner Entwicklungsarbeit für eine nachhaltigere Drucktechnologie auf 7C fokussiert und damit den Verpackungsdruck auf ein neues Level gehoben. Aber auch wenn 7C erklärungsbedürftig ist, ein tieferes Verständnis für das Druckverfahren erfordert und auch kundenseitig gewohnte Prozessstrukturen verändert – 7C bringt nachweislich viele Vorteile. Zu diesen zählen neben einer brillanten Farbumsetzung, maximaler Farbkonstanz, höherer Effizienz und stabilen Abläufen vor allem weniger Farb- und Folienabfall, weniger Lösemittel, weniger Energie, weniger Stillstand und weniger Druckanpassungen.
7C-Flexodruck bedeutet im ersten Schritt eine Farbraumerweiterung von der gewohnten 4C-Farbpalette CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz) auf zusätzlich OGV (Orange, Green, Violett), und zugleich auch weitgehend die Abkehr von Pantone- und Effektfarben. Mehr als 85 Prozent dieser Farben lassen sich automatisch in den erweiterten Farbraum umsetzen, die Farbgenauigkeit wird dabei durch verbindliche Referenzen und Proofs mit exakter Pantone-Simulation sichergestellt. 7C-Flexodruck im industriellen Maßstab bedeutet aber auch: konsequente Prozessdisziplin und strikte Einhaltung von definierten Workflows mit fest etablierten Parametern zur Sicherung einer stabilen, effizienten, reproduzierbaren Produktion.
Was so einfach klingt, ist in der Realität allerdings ein echter Paradigmenwechsel in der Prozesslogik. Südpack hat diesen Paradigmenwechsel mit der Einführung von SPQ, was für „Sustainable Print Quality“ steht, im Jahr 2019 erfolgreich gestartet – und die vielfältigen Vorzüge des Verfahrens seitdem in zahlreichen Kundenprojekten unter Beweis gestellt.
Nachhaltigkeit mit Disziplin und mit System
Bei SPQ werden in der Druckvorstufe alle Designs über eine standardisierte und auf nur sieben Farben beschränkte Farbpalette abgebildet. Das konsequente Farbmanagement wie auch die Implementierung einer durchgängigen Prozessstabilität ist dabei eine unabdingbare Basis für die Optimierung von Effizienz, Nachhaltigkeit und Qualität. Beides stellte die größte Herausforderung und am Ende auch die größte Leistung des Entwicklungsprojektes dar. Bereits hier erkennt man, dass 7C nicht an der Druckmaschine passiert, sondern im vorgelagerten Prozess.
In puncto Nachhaltigkeit setzt die innovative Drucktechnologie von Südpack im Flexodruck neue Maßstäbe. Im Wesentlichen reduziert die Beschränkung auf die 7C-Skala den Aufwand für Maschinenumrüstungen und den Verbrauch an Farb- und Lösemitteln signifikant. Ebenso wie die geringeren Folienabfälle wirken sich diese direkt auf die CO2-Bilanz der bedruckten Verpackungsfolien aus. Immerhin kann einer zertifizierten LCA zufolge mit SPQ insgesamt bis zu 18 Prozent CO2 im Vergleich zu Flexodruck eingespart werden. Die standardisierten Prozesse wiederum resultieren in schnelleren Einstellungen, stabileren Wiederholaufträgen, geringeren Toleranzen. Kurzum: Der eigentliche Nachhaltigkeitshebel liegt nicht im zusätzlichen Farbsatz, sondern in der Reduktion von Variabilität.
7C in der Praxis: stabile Qualität und kreative Freiheit
Laut Hersteller können die hohen Standards in Qualität und Konstanz im Vergleich zum herkömmlichen Flexodruck sogar übertroffen werden. Die Druckqualität bleibt dabei auch über Auflagen, Werke und Länder hinweg stabil. Zudem können fast alle bisherigen Druckbilder von Standard- auf 7C-Flexodruck umgesetzt werden. Anwender und auch Agenturen, die die Druckgrafiken erstellen, müssen hierfür nur wie bislang gewohnt die erforderlichen Daten zur Verfügung stellen. „Alles Weitere erledigen wir“, unterstreicht Achim Herter, Senior Director Competence Center Converting bei Südpack. Einzig „bei einem Relaunch oder der Anlage eines neuen Druckmotivs ist es durchaus sinnvoll, uns von Anfang an einzubinden, um die besten Resultate erzielen, unnötige Korrekturläufe vermeiden und nicht zuletzt auch die Time-to-Market verkürzen zu können.“
Stand: 08.12.2025
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Weitere Vorteile: Sie müssen zur Druckabnahme nicht vor Ort sein, Variantenserien und Kleinauflagen sind dank 7C-Fokussierung flexibler und deutlich nachhaltiger als beim Flexodruck realisierbar. Und auch in puncto Kreativität und gestalterischer Freiheit sind kaum Grenzen gesetzt: Das Spektrum von SPQ reicht von klaren, reduzierten oder flächigen Druckbildern bis zu CI-kritischen Designs und farbintensiven, komplexen Layouts.