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Schutzverpackungen Storopack stellt EPS-Verpackungen aus chemisch recyceltem Rohmaterial vor

Redakteur: MA Alexander Stark

Mit Rohmaterial, das aus chemischem Recycling gewonnen wird, hat Storopack im Zuge der Pilotphase des Chemcycling-Projektes von BASF hochwertige Schutzverpackungen hergestellt. Dabei wurde ein neues Rohmaterial in der Produktion von EPS-Verpackungen getestet.

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Isolier- und Fischboxen aus dem chemisch recycelten Material weisen dieselbe Qualität auf wie die Verpackungslösungen für den Transport von Lebensmitteln von Storopack, die aus herkömmlichem EPS produziert werden.
Isolier- und Fischboxen aus dem chemisch recycelten Material weisen dieselbe Qualität auf wie die Verpackungslösungen für den Transport von Lebensmitteln von Storopack, die aus herkömmlichem EPS produziert werden.
(Bild: Storopack)

Metzingen – Bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der K 2019, hat Storopack gemeinsam mit BASF und den drei weiteren Partnerfirmen Jaguar Land Rover, Südpack und Schneider Electric erstmals Prototypen aus dem chemisch recycelten Rohstoff Styropor Ccycled vorgestellt.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern hatte den Schutzverpackungsspezialisten ausgewählt, um das neue Rohmaterial in der Produktion von EPS-Verpackungen zu testen. Storopack hat daraus eine vorqualifizierte Systemlösung für den Transport temperaturempfindlicher pharmazeutischer Produkte sowie eine Isolierbox für den Transport von Lebensmitteln, wie fangfrischen Fisch, gefertigt. Beide Prototypen weisen dem Unternehmen zufolge dieselbe hohe Qualität auf, wie andere Verpackungslösungen des Herstellers, die aus herkömmlichem EPS produziert werden. Zudem würden die hohen Anforderungen an Hygiene erfüllt und Lebensmittelechtheit garantiert, teilte das Unternehmen mit.

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Dass Styropor Ccycled in Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden kann, war das überzeugende Argument für die Beteiligung an dem Projekt, sagte Hermann Reichenecker, Geschäftsführender Gesellschafter von Storopack. Für Styropor gebe es bereits verschiedene Recyclingmöglichkeiten und durch Chemcycling könne der Recyclinganteil weiter erhöht werden. Beim Chemcycling-Verfahren wird aus gemischten Kunststoffabfällen Synthesegas oder Pyrolyseöl gewonnen. Beides kann dann als Rohmaterial für die chemische Industrie dienen, etwa um Styropor Ccycled herzustellen, das sich als Alternative zu herkömmlichem EPS für die Produktion von Schutzverpackungen verwenden lässt. Chemisches Recycling bietet sich so als nachhaltigere Alternative zur energetischen Verwertung an, beziehungsweise auch zur Deponierung, die in einigen europäischen Staaten noch gestattet ist. Durch das Verfahren lassen sich somit auch Styropor-Verpackungen im Gemisch mit anderen oder verunreinigten Kunststoffen wiederverwerten.

Von der Pilotphase bis zur Marktreife müssen allerdings neben technologischen und wirtschaftlichen Aspekten auch regulatorische Unklarheiten beseitigt werden. Die Partner hoffen, dass chemisches Recycling und Massenbilanzansätze in die Berechnung von Recyclingzielen und -quoten baldmöglichst einbezogen werden können. Nur so könne eine sinnvolle Steigerung der Recyclingquoten ohne Qualitätseinbußen auf Dauer erreicht werden, so Klaus Ries, Vice President Global Business Management Styrenic Foams bei BASF.

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