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PROCESS-Pumpenseminar 2009

Störungsfrüherkennung in der Praxis

| Autor/ Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Erstmals war das mittlerweile 7. PROCESS-Pumpenseminar zwei Themen gewidmet: Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Auswahl von Pumpen für das Fördern feststoffhaltiger Medien mit Schwerpunkt auf dem Schutz gegen Abrasion und Korrosion (einen ausführlichen Bericht zum ersten Seminar-Tag lesen Sie hier). Wer dabei nicht sorgsam auf die Zusammensetzung des Mediums achtet und die Pumpe falsch auswählt bzw. ungünstig auslegt, der sollte sich um eine funktionsfähige, zuverlässige Störungsfrüherkennung kümmern – das Thema des zweiten Seminar-Tages. Hier der Bericht dazu.

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Gebannte Aufmerksamkeit: Fast 70 Teilnehmer lockte das 7. PROCESS-Pumpenseminar auch in diesem Jahr wieder ins Frankenland.
Gebannte Aufmerksamkeit: Fast 70 Teilnehmer lockte das 7. PROCESS-Pumpenseminar auch in diesem Jahr wieder ins Frankenland.
( Bild: PROCESS )

Wo liegen „die Chancen von Störungsfrüherkennung und Condition Monitoring“? Mit Spannung warteten die Teilnehmer auf den Eröffnungsvortrag des zweiten Seminartages. Schließlich gibt es nicht viele in der Pumpenbranche, die wie Prof. Dr.-Ing. Hans-Dieter Hellmann dieses Thema aus der Theorie ebenso gut kennen wie aus der (Verkaufs-)Praxis: Als ehemaliger Hochschullehrer an der Universität Kaiserslautern hat Hellmann sich um das theoretische Gerüst beispielsweise des von KSB angebotenen Diagnosesystems PumpExpert gekümmert, als Vorstand des Frankenthaler Pumpenherstellers weiß er aber auch um die Hürden im Markt. Denn während bei sehr teuren Pumpen und Kompressoren das Monitoring durchaus zum Standard zählt, ist die Akzeptanz der Betreiber bei Standard-Pumpen bislang eher mäßig.

Doch zeigte sich Hellmann auf dem PROCESS-Pumpenseminar – das am 28. und 29. Oktober auch in der 7. Auflage wieder 67 Teilnehmer nach Würzburg lockte – optimistisch: Er sieht wachsendes Interesse sowohl bei den Anlagenplanern und Anlagenbauern (wegen des Trends zu sanktionierten Abwicklungszeiten und den immer häufiger geforderten weitreichenden Verfügbarkeitszusagen) wie auch beim Betreiber selbst (wegen des Rückzugs auf die Kernkompetenzen aufgrund des Kostendrucks).

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Zudem werden aktuell viele Anlagen in der Prozessindustrie nur mehr unter Teillast gefahren. Drehzahlregelbare Pumpen werden hier nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz eingesetzt, sondern auch zur Prozessanpassung. Das fordere die Flexibilität der Pumpen erheblich, auch hinsichtlich des Monitorings, betont Hellmann und führt noch ein weiteres Argument pro Störungsfrüherkennung ins Feld: Auch die Bonus/Malus-Vereinbarungen zwischen unterschiedlichen Betrieben eines Konzerns oder innerhalb eines Chemieparks führten zu einem verstärkten Einsatz von Störungsfrüherkennungs-Systemen.

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