75. Namur Hauptsitzung

Stellgeräte stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Namur-Sitzung

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Um das richtige Stellgerät auszuwählen, ist für Matthias Huk von der BASF daher eines entscheidend: „Die frühzeitige Einbindung von Anwendern und Herstellern.“ Die Auslegung von Stellgeräten ist in der Regel ein iterativer Prozess, da verschiedene auslegungsrelevante Vorgaben erst im Laufe des Projektfortschritts bekannt werden. Ein standardisierter EDV technischer Datenaustausch, wie er von PROLIST zur Verfügung gestellt wird, spart Zeit und vermeidet Fehler und trägt deshalb zur Optimierung dieses Prozesses bei.

Chancen durch Diagnose

Der Stellungsregler wird gerne als Vorbild bei der Diagnose herangezogen. Dies sieht Dr. Kiesbauer ähnlich, macht aber darauf aufmerksam, dass eine funktionierende Diagnose nicht möglich ist, wenn die Aufgaben beim Engineering nicht gemacht wurden. Dennoch: 79% der Fehler sind bereits diagnostizierbar. Ursprünglich gingen die Entwicklungen zur Fehlerdiagnose der Stellgeräte von den Regelventilen aus. Inzwischen zeichnet sich auch ein Trend zur Fehlerdiagnose bei automatisierten Auf/Zu-Ventilen ab.

Weit verbreitet ist hier bereits der Teilhubtest (Partial Stroke Test) beim Emergency-Shutdown-Ventil, bei dem in dieser Ausprägung neben dem Magnetventil als Steuereinheit für die Sicherheitsabschaltung ein zusätzlicher Stellungsregler hauptsächlich als Diagnosegerät zum Einsatz kommt. Die größten Herausforderungen liegen dabei, dass die Diagnose zwar zuverlässig ist, aber damit noch lange nicht die Ursache bekannt ist.

Integration in Asset Management Systeme

Mit intelligenten Stellungsregler werden auch Begehrlichkeiten geweckt: So will man die gewonnenen Geräteinformationen in umfassenden Plant-Asset-Management-Systemen nutzen. Hieraus erwächst unmittelbar die Forderung, die gewonnenen und zur Verfügung stehenden Daten benutzerspezifisch so aufzubereiten, dass sie dem Anlagenfahrer, Instandhalter und Service-Techniker zuverlässige Entscheidungen ermöglichen. So könnten intelligenter Stellungsregler zunehmend zur Aktionsplanung eingesetzt werden. Sprich es ließe sich die routinemäßige Demontage im Zuge von Revisionen vermeiden oder es ließen sich statistische Daten zur Einschätzung des Zustands sammeln.

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