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Informationen sinnvoll verarbeiten
Feldgeräte mit digitaler Kommunikationsschnittstelle bieten dem Anwender heute schon eine Fülle von Informationen und Eingriffsmöglichkeiten aus und in die Feldebene. Doch mit jeder neu implementierten Möglichkeit steigt zwangsläufig die Komplexität. “Heute sind Geräte mit bis zu 1000 Parametern nichts ungewöhnliches mehr. Eine Konfiguration über das Gerätedisplay ist selten möglich“, nannte Sven Seintsch, BIS Prozesstechnik, eine Größenordnung.
Um mit Hilfe eines Automatisierungssystems für Maintenancezwecke Diagnosen auszulesen oder bei Inbetriebnahmen Geräte applikationsspezifisch konfigurieren zu können, werden unterschiedliche Parametersätze eines Feldgerätes benötigt. Grundlage hierfür ist die Geräteintegration, über die sich dem Benutzer die implementierte Funktion eines Gerätes erschließt. „Die derzeit existierenden Integrationsmethoden erfüllen nicht die vom Anwender geforderte Unabhängigkeit vom Automatisierungssystem“, so das Fazit von Seintsch.
Ein Lösungsansatz könne beispielsweise in einem Schalenmodell liegen, aus dem das Wartungspersonal die Basisfunktionen eines Gerätes herauslesen kann, der Ingenieur auf herstellerübergreifende Funktionen zugreifen kann und der Geräteexperte wiederum die herstellerspezifischen Funktionen nutzen kann, um anlagenübergreifende Aspekte anzugehen. Allerdings könne dies – so Seintsch – nur funktionieren, wenn diese Aufteilung bereits bei der Geräteentwicklung berücksichtigt wurde. Dadurch kann man die einzelnen Bereiche auch unabhängig voneinander pflegen und die Updatezyklen lassen sich entkoppeln.
Ausblick
Weitere Themen, die die Anwender derzeit beschäftigen, sind der Feldgeräteintegrationsstandard FDI, Wireless-Anwendungen, Energiemonitoring und das Thema Energieeffizienz. Modularisierung bzw. Miniaturisierung in verfahrenstechnischen Anlagen und deren Auswirkungen runden die Namur-Hauptsitzung ab. Auch diese Entwicklungen lassen sich bei modernen Stellungsreglern, als eine entscheidende Komponente im Feld, beobachten. Zum Abschluss ein Beispiel: Beim Thema Energieeffizienz wird häufig ein Energie-Monitoring benötigt, für das ein Stellgerät wertvolle Informationen liefern kann. Im Anschluss muss über die energieoptimierte Fahrweise nachgedacht werden – die ideale Aufgabe für Stellungsregler.
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* Die Autorin arbeitet als freie Fachjournalistin.E-Mail-Kontakt: info@muehlenkamp.net
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