Servicedienstleistungen

Standortbetreiber vs. externe Dienstleister – Kampf um die Kunden

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„Durch die geringere Wertschöpfungstiefe werden wir künftig noch mehr strategische Partnerschaften zwischen Anlagenbetreibern und Industrieserviceunternehmen sehen, bei denen beide Seiten eng zusammenarbeiten“, beschreibt T.A. Cook-Manager Treiber den aktuellen Trend in der Branche. „Außerdem wird verstärkt versucht Kosten über Festpreismodelle zu senken, etwa bei Turnaround/Shutdown-Projekten“.

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Allerdings haben laut Studie sowohl Standortbetreiber als auch Industriedienstleister Nachholbedarf in Sachen Prozessoptimierung, um den Anforderungen der Betreiber gerecht zu werden. Das haben beide Seiten erkannt: 80 % der befragten Standortbetreiber und 70 % der befragten Industriedienstleister wollen bis 2030 kundenübergreifende, kontinuierliche Verbesserungsprozesse wie z.B. firmenweite Lean- und Six-Sigma-Programme implementieren. Industriedienstleister haben bis dorthin jedoch einen weiteren Weg: Nur 20 % der befragten Anbieter erfüllen bislang standardisierte Arbeitsanweisungen oder Leistungsverzeichnisse.

Branchenkompetenz noch ausbaufähig

Dass Industriedienstleister ihre selbst gesteckten Ziele auch in die Tat umsetzen können, müssen sie erst noch beweisen. In diesem Kontext setzt die Studie die Kaufentscheidungskriterien in Relation zur Leistungsfähigkeit der beiden Anbietergruppen und zeigt, dass Industriedienstleister in Sachen Branchenkompetenz noch deutlich hinter dem Kundenwunsch zurückbleiben – so die Marktwahrnehmung der befragen Anbieter. Die Standortbetreiber hingegen können mit ihrer Branchenkompetenz punkten.

Egal ob externer Dienstleister oder Standortbetreiber, nach Wahl der Partner müssen diese gemanagt werden. „Ein effektives Management von Partnerfirmen ist unerlässlich, nicht nur, um effizient zu arbeiten und Kosten im Blick zu behalten, sondern auch bezüglich Qualität und Sicherheit“, weiß Treiber aus der Erfahrung zahlreicher Projekte bei anlagenintensiven Großunternehmen. Trotzdem rät der Experte dazu, jeden Fall individuell zu betrachten.

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